Entwicklungsumgebung: KDevelop 5.4 integriert Meson

Die IDE bringt neben der Anbindung an das Build-System Meson ein Scratchpad für Experimente und Notizen.

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Die Open-Source-Entwicklungsumgebung KDevelop ist in Version 5.4 erschienen. Die größten Neuerungen sind einerseits die Öffnung für das Build-System Meson und andererseits mit dem sogenannten Scratchpad ein Notizblock für Text- und Codefragmente, die sich direkt ausführen lassen. Außerdem gibt es eine direkte Anbindung an Clang-Tidy.

Entwickler können ab sofort Meson als Build-System in die IDE einbinden. Das in Python geschriebene Open-Source-Projekt existiert seit sechs Jahren und kommt in einigen Community-Projekten zum Einsatz. KDevelop 5.4 bietet eine native Unterstützung für Meson für das Konfigurieren, Kompilieren und Installieren. Außerdem bietet die Entwicklungsumgebung Autovervollständigung für die Meson-Projektdateien.

Eine Anbindung an den Meson Rewriter ist ebenfalls integriert, wenn auch derzeit noch nicht vollständig. Das Tool dient zum Anpassen der meson.build-Dateien über die Kommandozeile. KDevelop ermöglicht das Ändern grundlegender Projektinformationen wie der Version und der Lizenz. Das Hinzufügen oder Entfernen einzelner Dateien vom Build-Ziel ist in Planung, aber noch nicht umgesetzt.

Das neue Scratchpad ist ein Tool, um Code- und Text-Fragmente zu verwalten, ohne sie in ein Projekt zu integrieren. KDevelop verwaltet die Notizen und zeigt sie in einer eigenen Ansicht an. Entwickler können direkt aus dem Scratchpad einzelne Fragmente kompilieren und starten. Die Entwicklungsumgebung merkt sich den jeweiligen Befehl zum Ausführen. Der Editor im Scratchpad bietet die regulären Hilfen wie Autovervollständigung und Diagnosetools.

Das Scratchpad verwaltet Code und Text in einzelnen Notizen und bietet die üblichen Eingabehilfen.

(Bild: KDevelop)

Eine weitere Neuerung ist die direkte Integration des Linters Clang-Tidy. Das zugehörige Plug-in gehört nun zu den Standarderweiterungen für KDevelop. Die Neuerungen für die Programmiersprachen C++, PHP und Python halten sich in Grenzen. Unter anderem übergibt die IDE das Arbeitsverzeichnis von C++-Projekten an den Clang-Parser, damit er relative Pfade korrekt auflösen kann.

Weitere Details lassen sich der offiziellen Ankündigung von KDevelop 5.4 entnehmen. Der Sourcecode und Binaries für Linux sind über die Download-Seite verfügbar. Für Windows ist auf der Seite bisher noch kein aktueller Build, sondern KDevelop 5.3.2 zu finden. Für macOS fehlt weiterhin ein offizielles Installationswerkzeug. (rme)