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Entwicklungswerkzeuge: Lebenszeichen von RAD Studio, Delphi und C++ Builder

Embarcaderos Entwicklerwerkzeuge bekommen mit Version "10.1 Berlin" überarbeitete Bibliotheken für die Entwicklung im Internet der Dinge. Die plattformübergreifende Benutzerschnittstelle FireUI hat nun eine Multi-Device-Vorschau.

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Delphi-Programmierer können durch die Freigabe der "Version 10.1 Berlin" von Embarcaderos Entwicklerwerkzeugen wohl vorerst wieder aufatmen: Nachdem Chefentwickler Allen Bauer im Februar das Unternehmen verlassen hatte, schien die Zukunft der Tools – allen voran Delphi – ungewiss. So ist das Update auf die Version 10.1 wohl vor allem als Lebenszeichen zu verstehen.

Dabei handelt es sich zugleich um das erste größere Update der Tools seit der Übernahme durch Idera im Vorjahr. Kurz nach dem Merger zog die neue Mutter eine klare Grenze zwischen den Datenbankprodukten, die das Unternehmen ins eigene Portfolio übernahm, und den aus dem Borland-Erbe hervorgegangenen Entwicklertools RAD Studio, C++ Builder und Delphi, die unter der Embarcadero-Marke weiter laufen.

Im Vergleich zur bisherigen Release-Strategie und dem großen Versionssprung von 8 auf 10 im Vorjahr, fällt der Schritt bescheiden aus: Version 10.1 heißt die erste Produktserie seit der Übernahme. Als Zusatz ist diesmal "Berlin" Bestandteil des Namens; die Version 10 hatte mit Bezug auf Microsofts Windows-10-Release noch den Beinamen "Seattle"erhalten.

Embarcadero hat bei den neuen Ausgaben der Software vor allem die Kernfunktionen zur plattformübergreifenden Entwicklung und Komponenten für das Internet der Dinge überarbeitet.

So gibt es neue Konnektoren und Dienste für das IoT und erweiterten Support für Funktechnologien wie Bluetooth Low Energy. Sogenannte GetIt-Bibliotheken sollen bei der API-Anbindung handelsüblicher Devices, Sensoren und Wearables helfen.

Die plattformunabhängige Benutzeroberfläche FireUI, die sich dem jeweiligen Zielgerät anpasst, besitzt nun eine App-Preview, die Entwicklern das Erscheinungsbild der Anwendung auf den Plattformen Windows, OS X, iOS und Android anzeigt und Änderungen aus dem FMX Designer direkt übernimmt. Die Macher haben zudem die Komponentenbibliothek FireMonkey um zusätzliche Komponenten erweitert.

Die sonstigen Neuerungen sind vor allem Ergänzungen vorhandener Features. Eine komplette Funktionsübersicht über alle Produkte findet sich in der Feature Matrix auf der offiziellen Website. Embarcadero zielt konsequent auf Enterprise-Kunden, was sich auch im Preis widerspiegelt. Kostenlose Pakete, wie sie Microsoft für Visual Studio anbietet, das spätestens seit der Xamarin-Übernahme künftig ebenfalls die iOS- und Android-Entwicklung ermöglicht, gibt es weiterhin nicht. (rme)