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Esprima soll Eclipse-Projekt werden

Da etwa Eclipse Orion den ECMAScript-Parser als Backend für seine Content-Assist-Funktion verwendet, hält es Esprima-Maintainer Ariya Hidayat für sinnvoll, die Bemühungen beider Projekte zu verbinden.

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Unter den Vorschlägen für Projekte, die unter das Dach der Eclipse Foundation gestellt werden sollen, findet sich seit Kurzem auch der in ECMAScript verfasste ECMAScript-Parser Esprima. Auf die Liste gesetzt hat das Projekt Maintainer und Erfinder Ariya Hidayat selbst, als Mentor soll IBM-Mitarbeiter John Arthorne einspringen. Arthorne ist unter anderem bei Eclipse Orion aktiv, das Esprima für Content Assist nutzt.

Genau aus diesem Grund sieht Hidayat den Parser bei Eclipse gut aufgehoben, könnte man so die Bemühungen aller Parteien doch zusammenlegen und gemeinsam besser mit beiden Projekten vorankommen. Für die nächsten Monate plant er, Esprima mit allen Neuerungen in ECMAScript 6 vertraut zu machen, da der Parser die neue Version des Standards derzeit nur in Teilen unterstützt. Seinen Fokus legt er dabei auf Features die so stabil sind, dass sie sich bis zur Finalisierung des Standards nicht mehr dramatisch ändern sollten.

Esprima umfasst eine Tokenizer- und eine Parser-Funktion. Während erstere einen Array von Tokens generiert, liefert die zweite einen Baum zurück, der die Syntax des verarbeiteten ECMAScript-Codes repräsentiert. Andere Funktionen, etwa zur Traversierung des Baums, sind nicht enthalten, da sie nicht direkt mit dem Vorgang des Parsens zu tun haben. Das Esprima-Projekt verzeichnet derzeit 34 Freiwillige, die bereits Beiträge geleistet haben, wobei Hidayat um Vorschlag angibt, selbst noch immer den meisten Code zu stellen.

Bei Eclipse Orion handelt es sich um eine Browser-IDE, die 2011 vorgestellt wurde. Mittlerweile liegt das Projekt in Version 6.0 vor, die ihre Entwickler im Zuge des Eclipse-Luna-Release Ende Juni freigaben. (jul)