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Facebook trennt sich vom App Directory

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App-Entwickler klagten bei Facebook gelegentlich über einen langsamen Genehmigungsprozess, den sie mit ihren Anwendungen durchlaufen mussten, ehe diese ins App-Verzeichnis aufgenommen wurden. Facebook nahm sich der Kritik jetzt an und analysierte das Verfahren. Dabei stellte sich heraus, dass lediglich 0,5 Prozent der App-Installationen auch tatsächlich über das App Directory erfolgten. Die Mehrzahl der Nutzer im sozialen Netzwerk bezögen Facebook-Apps direkt über das Suchformular der Plattform. Daher hat Facebook sich entschlossen, die Suche vom App Directory klarer zu trennen, was es Entwicklern erlauben soll, ihre Anwendungen leichter in den Suchindex zu integrieren.

Dazu entfernt Facebook das App Directory in seiner bisherigen Form und ergänzt das Menü in der App-Übersicht für Entwickler um einen "Zur Suche hinzufügen"-Link. Über den Button werde die App künftig in den Suchindex übernommen. Das Verzeichnis soll sich später selbst aktuell halten – sofern an der App Einstellungen geändert werden, könne es jedoch bis zu 72 Stunden dauern, bis diese Änderungen übernommen werden. Für die Aufnahme einer App in den Index müsse kein besonderer Genehmigungsprozess durchlaufen werden.

App sollen künftig über die Facebook-Suche zugänglich gemacht werden (Abb. 1)

(Bild: Facebook)

Facebook rechnet nicht damit, dass die Änderung spürbaren Einfluss auf den Traffic zu einzelnen Apps haben wird. Zudem werde man sich künftig stärker auf den Ausbau der Social Channels konzentrieren, über die Facebook-Anwendungen den Nutzern im sozialen Netzwerk schmackhaft gemacht werden sollen. (rl)