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Fachkräftemangel: Es ist leichter Kapital zu finden als Entwickler

Stripe, Anbieter einer Plattform für Online-Zahlungsabwicklung, hat eine Studie vorgestellt, die die Bedeutung von Entwicklern für Unternehmen unterstreicht.

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Studienergebnis: Es ist leichter Kapital als Entwickler zu finden

(Bild: WOCinTech Chat, wocintech (microsoft) - 45, CC BY 2.0 )

Für Unternehmen ist es offenbar leichter, an Kapital zu kommen, als an die dringend benötigten Spezialisten. Das jedenfalls ist ein Ergebnis einer Studie der Payment-Plattform Stripe, die sich mit der aktuellen Rolle der Entwickler befasst. 1400 Entwickler und Führungskräfte aus unterschiedlichen Branchen nahmen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, USA und Singapur an der Untersuchung teil. Davon kamen 279 Personen aus Deutschland.

Mit der Studie wollte das Unternehmen Stripe herausfinden, welche Rolle Entwickler aktuell in Unternehmen spielen. Zu den wichtigsten Ergebnissen der Studie zählen neben der Erkenntnis, dass sich viele Firmen aktuell mehr um die Verfügbarkeit von Entwicklern als um Kapital sorgen, dass sich Entwickler im Schnitt 17 Stunden in der Woche mit der Wartung veralteter Software befassen müssen, und dass zu wenig in neue Systeme investiert wird.

Die Entwickler sind wichtig für die Unternehmen: Das zeigen die Antworten der für die Stripe-Studie befragten Manager auf dem C-Level. (Bild: Stripe)

Glaubt man der Studie, so ist die Nachfrage nach gut ausgebildeten Softwareentwicklern aktuell auf einem sehr hohen Stand. So äußerten die Führungskräfte auf dem C-Level, die an dieser Studie beteiligt waren, dass der Mangel an gut ausgebildeten Entwicklern eine der größten potenziellen Gefahren für ihr Unternehmen darstelle. Die Befragung ergab unter anderem, dass 34 Prozent dieser Manager sich darum sorgen, wie sie Softwareentwickler für ihre Firma finden, wohingegen nur 27 Prozent die Sorge hegen, mehr Kapital zu beschaffen.

Stripe zieht außerdem den Schluss, dass gut ausgebildete Entwickler die Unternehmen dabei unterstützen können, den Schritt in neue Märkte oder Produktbereiche zu beschleunigen, um sich so stärker zu differenzieren. Einschränkend fügen sie allerdings hinzu, dass es nicht nur darum geht, wie viele gut ausgebildete Entwickler Unternehmen einstellen, sondern dass es vor allen Dingen entscheidend sei, wie diese Fachkräfte eingesetzt werden.

Die Studie offenbart aber auch, dass Entwickler zusätzlich zu den vier Wochenstunden, die sie im Schnitt für die Wartung alter Softwaresysteme einsetzen, zumeist auch bis zu 17 Stunden pro Woche mit Wartungsproblemen wie Debugging oder Refactoring ausgelastet sind. (fms)