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Firefox-Erweiterungen: Mozilla informiert nach Entrüstungswelle genauer über WebExtensions

Nachdem die Nachricht über die Umstellung der Schnittstellen für Add-ons bereits einige Entwickler dazu bewegt hat, den Support für ihre Erweiterungen einzustellen, versucht Mozilla nun Aufklärungsarbeit zu leisten.

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Im Zuge von Modernisierungsarbeiten, die Sicherheit und Performance des Firefox-Browsers verbessern sollen, hatte Mozilla kürzlich bekannt gegeben, an einer neuen API für Firefox-Erweiterungen zu arbeiten. Da dies allerdings mit der Entfernung der XPCOM- und XUL-Schnittstelle einhergeht, ließ die Reaktion der Add-on-Entwickler nicht lange auf sich warten.

Sie stehen den Neuerungen skeptisch gegenüber und befürchten, dass zum einen nicht mehr alle Modifikationen möglich wären und vor allem beliebte Add-ons von Freizeitentwicklern nun von der Bildfläche verschwänden. Um den Schritt besser verständlich zu machen, hat Mozilla eine FAQ-Seite veröffentlicht, die über die kommende WebExtensions-API informiert.

Die Änderungen seien notwendig, da XUL (XML User Interface Language) und XPCOM (Cross Platform Component Object Model) bereits 15 Jahre alt und nicht mehr gebräuchlich seien, weshalb es keinen Sinn habe, weiter in die Techniken zu investieren. Durch die Einführung von WebExtensions soll es zukünftig einfacher sein, Erweiterungen zu entwickeln, die sich mit nur wenig bis gar keinen Anpassungen auch in anderen Browsern einsetzen lassen. Inspiration ziehe man dabei aus Chromes Erweiterungsschnittstelle, deren Funktionen man, wo sinnvoll, auch kopieren wolle. Dabei sei es nicht das Ziel, die API eins zu eins zu übernehmen und Chrome-Entwicklern einen Vorteil zu verschaffen, es ginge lediglich darum, Methoden und Schnittstellen anzubieten, die viele Browser unterstützen.

Wie schon in der Ankündigung des Zeitplans der Umstellung erklärt, wolle man die Add-on-Entwickler nicht vor den Kopf stoßen, deshalb auch die frühe Ankündigung und der Aufruf, Feedback zu geben. Da man damit rechne, dass der Wechsel bei vielen nicht ohne weiteres umsetzbar sein wird, sichert das Firefox-Team zu, jedem Entwickler mit Rat und Tat beiseite zu stehen, der Interesse daran hat, seine Erweiterung lauffähig zu halten.

Zwar setze Firefox selbst noch auf XUL, allerdings sei man dabei, in dieser Sprache geschriebene Elemente unter anderem aus Sicherheitsgründen nach und nach zu entfernen, weshalb es nicht sinnvoll wäre, sich auf diese Abhängigkeit zu verlassen. Würde man die APIs nicht entfernen, sähe man die Gefahr, dass WebExtensions nebenher liefen, aber nicht im möglichen Umfang genutzt würden.

Vor allem Entwickler, die sich in ihrer Freizeit mit der Add-on-Entwicklung befassen, sehen der Umstellung kritisch. Da die Schnittstelle noch in der Entwicklung ist und sich nicht absehen ließe, mit wie viel Arbeit der Umstieg machen wird und ob für Einzelne nötige Funktionen zur Verfügung stehen werden, wissen viele nicht, ob es sinnvoll ist, weiterhin Zeit in ihre Erweiterungen zu investieren. Einige haben den Support in der Folge bereits eingestellt, weshalb bereits Befürchtungen laut wurden, dass nur Add-ons großer Unternehmen den Wechsel überleben werden. (jul)