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Firefox OS 1.3 für Entwickler freigegeben

Die Mozilla Foundation hat im Zuge des MWC ein neues Release seines auf Firefox basierenden Betriebssystems veröffentlicht. Nun werden auch End-User die Vorteile von WebGL nutzen können.

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Alcatel und ZTE zeigten auf der Mobilmesse in Barcelona neue Smartphones, die bereits die neue Version 1.3 des Firefox OS implementieren. Das neue Release des Betriebssystems basiert auf Firefox 28. Das bedeutet, dass die diversen Neuerungen der Engine auch für ihre Apps gelten. Die aus Nutzer- und Entwicklersicht gleichermaßen wichtigste Neuerung ist, dass die mit Firefox OS 1.2 eingeführte WebGL-Unterstützung nun endlich an die Endverbraucher kommt. Dank der verbesserten Hardwarebeschleunigung verschwindet das von Firefox OS 1.0/1.1 bekannte Ruckeln; Spieleprogrammierer können die GPU voll auslasten.

Neue APIs

Firefox OS 1.3 ist in der Lage, NDEF-Tags (NFC Data Exchange Format) anzusprechen. Das bedeutet, dass Applikationen ab sofort auf die Inhalte sogenannter Smart-Poster und ähnlicher Tags zugreifen können. Die eigentliche Kommunikation erfolgt über eine als WebNFC bezeichnete Schnittstelle, deren Dokumentation hier zu finden ist. Kryptographische Features, Handover und die Verwaltung eines sogenannten Secure Elements sind leider noch nicht Teil der API – Mozilla plant diese Funktionen für OS 1.4 und 1.5.

Mit Haida möchte man Entwicklern das Ersetzen des von Haus aus verbauten Homescreens erlauben. Er besteht – wie der Rest des Interfaces – nur aus HTML-Code, weshalb der Ersatz eigentlich ohne größeren Aufwand erfolgen kann. Leider ist diese Funktion noch nicht fertig.

Kleinkram

Die Änderungen an den bestehenden Schnittstellen fallen eher gering aus. Am Ärgerlichsten dürfte das Wegfallen der init-Methode in der Contacts API sein – das folgende Snippet demonstriert die Unterschiede:

var person = new mozContact(contactData); // Firefox OS 1.3 takes a 
// parameter to initialize the object
if ("init" in person) {
// Firefox OS 1.2 and below uses a "init" method to initialize the object
person.init(contactData);
}

Mozilla nutzte das Update zur Behebung diverser kleinerer Fehler. Die bereitstehende Liste informiert über die Neuerungen – wer seine Bugs gemeldet hat, hat eine realistische Chance auf Abhilfe. (Tam Hanna) / (ane)