Fluentd wird Projekt der Cloud Native Computing Foundation

Die CloudNativeCon in Seattle wurde seitens der Open-Source-Organisation genutzt, um Fluentd als viertes Projekt willkommen zu heißen und ein Zertifizierungsprogramm anzukündigen.

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Fluentd wird Projekt der Cloud Native Computing Foundation

Die Cloud Native Computing Foundation (CNCF) nimmt in letzter Zeit ordentlich Fahrt auf. Denn auf der CloudNativeCon in Seattle wurde einerseits Fluentd als viertes Projekt der Organisation vorgestellt, andererseits wurden neue Mitglieder und ein Zertifizierungsprogramm vorgestellt.

Die gemeinnützige Stiftung war im Sommer 2015 gegründet worden, um das von Google initiierte Container-Orchestrierungswerkzeug Kubernetes unter einem neutralen Dach weiterzuentwickeln. Außerdem soll sie als Heimat für weitere Projekte zur Stabilisierung der Entwicklung mit Containern dienen. Danach war erst mal nicht mehr allzu viel von der Foundation zu vernehmen.

Doch mit der Aufnahme von Prometheus, einem System zum Erstellen, Betreiben und Skalieren einer sogenannten Cloud-Native-Infrastruktur, als zweitem CNCF-Projekt diesen Mai scheint Fahrt aufgenommen worden zu sein. Dafür spricht neben den aktuellen Ankündigungen auch, dass erst kürzlich das OpenTracing-Projekt zur Cloud Native Computing Foundation gewandert ist. Letzteres bietet eine API, die bei der Entwicklung lose gekoppelter Microservices für eine verteilte Ablaufverfolgung und Context Propagation sorgen soll.

Fluentd ist eine vorrangig in Ruby geschriebene Software zum Sammeln von auf Servern und Embedded-Geräten vorgehaltenen Logging-Daten, die offenbar mehr als 600 Plug-ins zur Anbindung an unterschiedliche Systeme und Quellen bereithält. Fluentd enthält einen Service für die Log-Datenerfassung und -verteilung, der sich in Verbindung mit Microservices und gängigen Cloud-Monitoring-Tools nutzen lassen soll.

Ein weiteres Projekt – CoreDNS –, das nicht mal sechs Monate alt ist, hat hingegen nicht den Segen des Technical Oversight Committee der Cloud Native Computing Foundation erhalten. Hierfür wünscht man sich eine größere Verbreitung und zuverlässigere Releasezyklen. Eine weitere Bewerbung in der Zukunft ist aber wohl willkommen.

Mit der wachsenden Akzeptanz von Kubernetes sieht die Foundation einen steigenden Bedarf an Kompetenz. Zu diesem Zweck hat die CNCF das Programm "Kubernetes Managed Service Providers" (KMSP) lanciert. Hierüber werden Menschen und ihre Unternehmen zertifiziert, nicht aber Software. Das Programm ist eine von der Linux Foundation für die CNCF durchgeführte Online-Zertifizierung mit Abschlussprüfung. Erste Testkandidaten sind unter anderem Apprenda, Canonical, Cisco, Container Solutions, CoreOS, Deis, Huawei, LiveWyer und Samsung SDS. Für die Ausarbeitung des Curriculums wurde eigens eine Certification Working Group aufgesetzt. Geht die derzeitige Rechnung auf, wird im zweiten Quartal 2017 eine unter der Creative Commons By Attribution 4.0 International License stehende Schulung angeboten werden. (ane)