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Forschungsprojekt für eine durchgängige Werkzeugkette zur Bewertung von Softwarequalität

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Das deutsche Forschungsprojekt Quamoco zur Entwicklung eines Qualitätsstandards für Software ist nun abgeschlossen. Die erarbeiteten Modelle und Werkzeuge zur Messung und Bewertung der Softwarequalität stehen außerdem unter der Apache-Lizenz frei zur Verfügung. Diese sollen die Lücke zwischen Qualitätsnormen wie dem ISO-Standard 25010 und konkreten Maßen und Kennzahlen schließen, die die etablierten Werkzeuge zur automatisierten Softwareanalyse ermitteln.

Das Basis-Qualitätsmodell basiert auf ISO 25010, geht aber anscheinend mehr in die Detaills. Es ist modular aufgebaut, erweiterbar und für die Programmiersprachen Java und C# operationalisiert. Bei Bedarf lässt sich das Qualitätsmodell auch für andere Sprachen erweitern. Auf Basis des Qualitätsmodell hat das Forschungsteam domänenspezifische Modelle zum Beispiel für serviceorientierte Architekturen (SOA), Individualsoftware, Standardsoftware und Integrationsprojekte erstellt. Zusätzlich wurden Werkzeuge zum Erstellen und Anwenden der Qualitätsmodelle entwickelt. Dazu gehören ein Modelleditor, ein Wizard für die Modellanpassung und eine One-Click-Anbindung an ConQAT zur Qualitätsanalyse.

In dem durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 3,7 Millionen Euro geförderten Projekt waren Mitarbeiter von Capgemini, Fraunhofer IESE, itestra, SAP, Siemens und der TU München involviert. Im April 2010 hatten die Beteiligten eine Studie zur Softwarequalität vorgelegt, die die Praxistauglichkeit vorhandener Qualitätsmodelle prüfen und Verbesserungspotenziale aufzeigen sollte. Für die Zukunft sind eine Weiterentwicklung der Quamoco-Ergebnisse und die Standardisierung geplant. Das wird unter Leitung der Universität Stuttgart erfolgen. (ane)