Freie Skriptsprache Python 3.0 fertiggestellt

Python 3.0 ist ab sofort zum Download frei verfügbar. Viele Neuerungen beziehungsweise das Entfernen vieler veralteter Features rechtfertigen den "großen" Versionssprung.

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Von
  • Alexander Neumann

Die freie Skriptsprache Python ist jetzt in Version 3.0 fertiggestellt und steht zum Download zu Verfügung. Das auch unter dem Codenamen "Python 3000" und "Py3k" entwickelte neue Release ist allerdings inkompatibel mit der 2.x-Entwicklungslinie.

Laut Projektangaben hat es wenig Änderungen an der Sprache selbst gegeben, doch viele Neuerungen beziehungsweise das Entfernen vieler veralteter Features würden den "großen" Versionssprung rechtfertigen; insbesondere wie die eingebundenen Dictionaries und Strings-Objekte mit der neuen Version funktionieren, wird von Projektseite hervorgehoben. Außerdem ist die Standard-Bibliothek an verschiedenen wichtigen Stellen überarbeitet. Was die Performance betrifft, scheint die neue Version zum gegenwärtigen Zeitpunkt 10 Prozent langsamer zu sein als die letzten Versionen (bei der Beta waren es noch 33 Prozent), hier verspricht der Python-Erfinder Guido van Rossum aber Verbesserungen.

Inspiriert von anderen Sprachen wie Java oder Python-Implementierungen wie Zope, gibt es nun Abstract Base Classes (ABCs), die es dem Entwickler ermöglichen, teilweise zu definieren, wie eine Klasse arbeiten soll. ABCs können als Typen in Python verwendet werden, um eine größere Ausdruckstärke zu bekommen.

Mit der neuen Version verwendet Python nun auch Unicode als String-Kodierung. Zuvor war Unicode als separater und spezieller Unicode-String genutzt worden. Das neue Feature hat Auswirkungen auf jedes Python-Programm, das Text verarbeitet und jeglichen Text für ASCII ausgibt.

Auf der Python-Projekt-Seite finden Interessierte den Changelog sowie einen übersichtlichen Artikel von van Rossum, der sich mit den Änderungen detailliert auseinandersetzt. Auch liefert der Artikel eine kleine Anleitung, wie man am besten seine Python-2.6 oder -2.5-Anwendung auf die neue Version migriert. Hierfür gibt es ein Tool namens 2to3, das den bestehenden Python-Code in nun klareren neuen Code übersetzen soll. Mit dem Umstieg sollte man aber noch warten, da es bis jetzt hierzu wenig Erfahrungswerte gibt.

Siehe dazu auch:

  • Python im heise Software-Verzeichnis.

(ane)