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GPU-Programmierung: CodeXL-Suite nun Open Source

Im Zuge der Freigabe der zweiten Hauptversion legt AMD auch große Teile der Quellen seiner Tool-Suite offen, die unter anderem Werkzeuge zum Debuggen und Profilen von GPU-Programmen enthält.

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Die Version 2.0 von AMDs CodeXL-Tool-Suite steht zum Download bereit. Die Veröffentlichung findet erstmals als Teil der GPUOpen Initiative statt, die AMD im Dezember 2015 startete. Dadurch sind die Quellen, bis auf einige Ausnahmen, bei denen der Hersteller auf vertrauliches geistiges Eigentum verweist, auf GitHub zu finden.

Durch die Open-Source-Legung soll die Suite mehr Verbreitung finden, und Entwickler sollen sie durch die neuen Anpassungsmöglichkeiten einfacher nutzen könne. Um den Einsatz in anderen Projekten und die Beteiligung an der Weiterentwicklung zu fördern, wird CodeXL nun auch nicht länger als AMD-Produkt beworben. Das Unternehmen will sich jedoch weiterhin an der Entwicklung beteiligen.

Unter den Neuerungen der zweiten Hauptversion ist ein Modus zur Frame-Analyse zu finden, der noch Beta-Status hat; die Modi zum Debuggen, Analysieren und Profiling haben hingegen Erweiterungen erhalten. Der neue Frame Analysis Mode richtet sich an Spieleentwickler, die damit Render-Frames aus einer DirectX-12-Anwendung gewinnen und Details zu deren Render-Timeline und CPU- sowie GPU-Ausführungsblöcken erhalten wollen. Um den Modus zu testen, steht außerdem eine Beispielanwendung zur Verfügung.

Der Analyse-Modus kann nach dem Update auch mit Vulkan-GLSL-Shadern und Programmen in der OpenGL Shading Language umgehen. Außerdem lassen sich Binaries von OpenGL- und DirectX-Shadern nun zum Vergleich oder Einbau in Anwendungen exportieren. In Sachen Profiling konnte AMD dem Wunsch nachkommen, Samples Prozessen zuordnen zu können. Dadurch lässt sich herausfinden, an welcher Stelle Ressourcen verbraucht werden, statt nur festzuhalten, wann das passiert.

Weitere Details zum Release lassen sich der Meldung auf der Website der GPUOpen Initiative entnehmen. (jul)