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GUI-Toolkit GTK+ 3.20 verbessert das CSS-Theming

Bereits vor der Veröffentlichung von Gnome 3.20 können Interessierte das neue GTK+ im Source herunterladen. Es enthält unter anderem zahlreiche CSS-Anpassungen und die gspell-Bibliothek zur Rechtschreibprüfung.

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GTK+ 3.20

Das GUI-Toolkit GTK+ bildet unter anderem die Grundlage für den Gnome-Desktop, der diese Woche in Version 3.20 erscheinen soll. Das GTK+-Team hat derweil die Verfügbarkeit der ehemals als GIMP-Toolkit bekannten Komponentenbibliothek, die nicht an Gnome gebunden ist, bekannt gegeben. Zu den Neuerungen gehört das überarbeitete CSS-Theming, das unter anderem die Animation der meisten Widgets via CSS erlaubt. Die GTK+-Themes orientieren sich am CSS Box Model, das allen Elementen im Randbereich neben dem Rahmen selbst, der Border heißt, einen inneren Abstand zum Inhalt namens Padding und einen äußeren namens Margin zuweist. Autoren können zudem eine Mindestbreite und -höhe in den Themes festlegen.

Zu den neuen Komponenten gehört das GtkShortcutsWindow, das alle Tastenkürzel und Multitouch-Gesten einer Anwendung darstellt. Es enthält eine Suchfunktion, und Entwickler können die Kürzel gruppieren. Wer Rechtschreibprüfung in seiner Anwendung verwenden möchte, darf auf die gspell-Bibliothek zugreifen, die auch im Gnome-Texteditor gedit ab 3.20 integriert ist.

Das GtkShortcutsWindow stellt die in einer Applikation verfügbaren Tastenkürzel übersichtlich gruppiert dar

(Bild: Gnome.org)

Eine Übersicht über die Neuerungen findet sich auf der Roadmap-Seite. Der Quellcode von GTK+ 3.20 ist auf der Gnome-Site zum Download verfügbar. Das in Kürze erwarteten Gnome 3.20 wird das GUI-Toolkit verwenden. (rme)