Transpiler GWT 2.9 schließt beim Java-Support auf

Rund zwei Jahre hat es gedauert, dass die Entwickler des Java-zu JavaScript-Transpilers ein neues größeres Release präsentieren konnten.

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Nach über zwei Jahren Arbeit ist Version 2.9 von GWT freigegeben worden. Als Highlight des Releases gilt die Unterstützung von Java-9-, -10- und -11-Sprachkonstrukten. Nun lassen sich also in Java 11 eingeführte Sprachkonstrukte in GWT nutzen. Bisher war ausschließlich die Übersetzung mit der aktuellen Java-Version möglich. Gleichzeitig wurde die Unterstützung für Java 7 fallen gelassen.

Mit der Veröffentlichung der neuen Version sind drei Bibliotheken aktualisiert worden: jsinterop-base 1.0.0 und jsinterop-annotations 2.0.0 sowie elemental2 1.0.0. Damit ist GWT 2.9 mit dem aktuellen Transpiler J2CL kompatibel. Details zur neuen Version kann man in den Release Notes nachlesen.

GWT ist ein Transpiler, der Java-Quellcode auf JavaScript-Quellcode übersetzt und seit Ende 2006 in Produktion eingesetzt wird. Inzwischen arbeitet eine Community aus unterschiedlichen Unternehmen wie Red Hat, Vertispan und Google sowie einzelne interessierte Personen zusammen, um den Transpiler und die Werkzeuge weiterzuentwickeln. Am Ende soll ohne Änderungen der Anwendungen möglich sein, ein Update des Transpilers auf J2CL durchzuführen. Die ersten Demos existieren bereits, wie im Diskussionsforum nachzulesen ist.

Tendenziell soll GWT beziehungsweise J2CL die Lücke des Java-Paradigmas "Write Once, Run Anywhere" für Web-Plattformen schließen, die JavaScript als Basis-Programmiersprache nutzen. Mit den sterbenden Lösungen im Webbrowser wie Java-Applets oder Java WebStart bietet ein Transpiler wie GWT/J2CL eine pragmatisches Szenario für Webbrowser an, das nun bereits seit 14 Jahren produktiv genutzt wird.

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Für diejenige, die GWT/J2CL nicht kennen, gibt es eine digitale Pinnwand “Padlet”, auf der wichtige Informationen über den Transpiler zusammengefasst werden. (ane)