General Motors lässt Entwickler Apps direkt im Auto ausprobieren

Nach der Freigabe des NGI SDK zum Entwickeln von In-Vehicle Apps, können US-amerikanische Entwickler ihre Anwendungen dank GM Dev Client nach eingehender Prüfung auch direkt in Fahrzeugen testen.

 –  16 Kommentare
General Motors lässt Entwickler Apps direkt im Auto ausprobieren

Nutzer des im Januar 2017 veröffentlichten Next-Generation Infotainment Software Development Kit (NGI SDK) haben nun die Möglichkeit, ihre Anwendungen in GM-Fahrzeugen in den Vereinigten Staaten auszuprobieren. Dafür müssen sie General Motors die Identifikationsnummer eines kompatiblen Fahrzeugs mitteilen und die App für Tests freigeben. Nach eingehender Prüfung und Feststellung der Eignung, erscheint der nun vorgestellte GM Dev Client im AppShop des Fahrzeugs.

Sobald er installiert ist, soll die akzeptierte App im Infotainment-System des Autos angezeigt werden und lässt sich so testen. Um Unfälle zu vermeiden, sollen Sicherheitsmaßnahmen im Client dafür sorgen, dass der Fahrer von Tests ausgeschlossen ist, sobald das Fahrzeug in Bewegung ist. Anpassungen der Anwendung sollen sich sofort ausprobieren lassen. Nachdem das SDK wohl auf viel Interesse bei Partnern und Entwicklern gestoßen ist, plant GM das Angebot zum Ende des Jahres auszubauen und etwa Vorlagen für das Layout des Media Player freizugeben.

Um Apps für GM-Fahrzeuge, zu denen etwa die Marken Chevrolet und Cadillac gehören, entwickeln zu können, müssen sich interessierte Entwickler bei dem zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Meldung nicht erreichbaren Entwicklerportal developer.gm.com registrieren und das SDK herunterladen. Letzteres stellt eine Reihe von Werkzeugen zur Verfügung, mit denen sich wohl auf über 400 simulierte Datenpunkte wie Standort, Geschwindigkeit und Netzwerkverbindung zugreifen lässt, um Apps entwickeln zu können, ohne dass direkter Zugriff auf ein Infotainment-System besteht. (jul)