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GitHub Desktop 2.0 bringt Rebasing und Stashen

Das Desktop-Werkzeug zum Verwalten von Git-Repositories ist nun Open-Source-Software und integriert zwei neue Git-Befehle.

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Knapp zwei Jahre nach der Veröffentlichung des ersten Major-Release von GitHub Desktop ist nun Version 2.0 erschienen. Laut GitHub nutzen gut 500.000 Leute das Tool regelmäßig. Dennoch war es verhältnismäßig still geworden seit der Veröffentlichung von GitHub Desktop 1.0 im September 2017. In das frische Release sind laut den Entwicklern die häufigsten Wünsche der Anwender eingeflossen. Der Fokus lag auf einer erweiterten Integration typischer Arbeitsabläufe sowie auf der verbesserten Zusammenarbeit im Team.

Mit dem 2.0-Release fließen zwei Git-Befehle in die Desktop-Anwendung ein: rebase zum Überführen eines Branch in einen anderen und stash zum Zwischenspeichern von Änderungen. Beim Rebasing werden anders als beim Merge alle auf einem (Feature-)Branch vorgenommenen Änderungen auf den (Master-)Branch erneut angewandt. In der Historie erscheint der Branch anschließend linear, und die parallele Arbeit an den zwei Branches ist in der Rückschau nicht mehr erkennbar, sondern scheinbar sind die Änderungen einheitlich am selben Branch entstanden.

Stashen ist dann sinnvoll, wenn Entwickler den Kontext beim Bearbeiten wechseln wollen, aber mit ihrer aktuellen Arbeit noch nicht fertig sind und sie daher keinen Commit durchführen möchten. Das Stashen legt die Arbeit in einem Zwischenspeicher ab. Später lassen sich die Änderungen auf das Arbeitsverzeichnis übertragen.

GitHub Desktop 2 gibt einen Überblick über die mit stash zwischengespeicherten Änderungen.

(Bild: GitHub)

Ein paar kleine Änderungen sollen das Zusammenspiel im Team verbessern. So lassen sich nun Co-Autoren eines Commits einfach über ihren GitHub-Nutzernamen einbinden. Außerdem können Entwickler Emojis in Commit-Nachrichten einbinden.

GitHub Desktop ist nun ein Open-Source-Projekt, und der Quellcode ist unter MIT-Lizenz auf GitHub verfügbar. In das Release sind laut GitHub bereits Beiträge von 150 Contributors eingeflossen. Als kurzfristiges Ziel für die Weiterentwicklung soll die Verarbeitung von Pull Requests eng mit der direkten Arbeit am Webinterface von GitHub.com integriert werden. Entwickler können dann in der Desktop-Anwendung lokal Tests durchführen oder Commits hinzufügen.

Weitere Details zu GitHub Desktop 2.0 lassen sich dem GitHub-Blog entnehmen. Neben dem Sourcecode existieren Binaries für Windows und macOS auf der Projektseite. (rme)