GitHub gibt’s günstiger

GitHub möchte wachsen und senkt per sofort die Preise. GitHub Pro und Team werden billiger, die gebührenfreie Variante kann mehr.

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(Bild: GitHub)

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GitHubs Nutzer können nun unendlich viele Mitglieder zu privaten Repositorys hinzufügen. Das gilt sowohl für Teams als auch für Einzelpersonen. Außerdem sind nun Team-Diskussionen im kostenlosen Basistarif enthalten. Dafür ist der E-Mail-Support entfallen. Entwickler müssen bei Problemen nun auf die Unterstützung durch die Community zurückgreifen.

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Ebenfalls enthalten sind nun Funktionen zum präziseren verwalten von Rechten innerhalb der Teams und Repositorys. Darunter fallen nicht nur rollenbasierte Zugriffskontrolle (RBAC), sondern auch die Möglichkeit, Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) zu erzwingen. Wird 2FA-Zwang aktiviert, gilt das für alle an den Projekten der Organisation Beteiligten. Nutzer, die die 2FA-Aktivierung versäumen, werden aus den Projekten entfernt.

Weiterhin gibt es 2000 Rechenminuten (actions minutes) und 500 MByte Speicherplatz bei GitHub Packages für private Repositorys. Ab dem 14. Mai gibt es 3000 Minuten. Für öffentliche Repositorys ändert sich nichts. Dort sind Actions-Minuten und Packages unbegrenzt.

Auch die Preise für die Team- und Pro-Tarife sind gesunken. Der Team-Tarif kostet nur noch 4 US-Dollar pro Monat und Nutzer, statt bislang 7 US-Dollar. Die Kosten für den individuellen Pro-Tarif sinken von 9 US-Dollar auf 4 US-Dollar pro Monat. Pro-Nutzer bekommen nun 2 GByte Speicherplatz bei GitHub Packages. Monatlich sind 10 GByte Datentransfer inkludiert.

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Die neuen Preise und Leistungsmerkmale gelten ab sofort. Wer schon bezahlt hat, soll sogar in ungefähr einem Montag automatisch eine aliquote Rückerstattung erhalten. Wer Funktionen wie SAML-Unterstützung oder individuellen Support benötigt, muss zu den hochpreisigeren Tarifen GitHub Enterprise oder GitHub One greifen. Mit der Preissenkung bei GitHub Pro zieht die Microsoft-Tochter mit dem Konkurrenten GitLab gleich, dessen Bronze-Tarif ebenfalls 4 US-Dollar pro Nutzer und Monat kostet.

Die neuen Angebote sind nicht bloß eine Preissenkung, sondern Ausdruck einer Strategieänderung, die bereits seit dem Kauf GitHubs durch Microsoft im Jahr 2018 vorbereitet worden sein soll: Hatte bisher die Geheimhaltung von Code hohe Bedeutung für die Gebührenstruktur, liegt das Hauptaugenmerk nun auf Leistungsmerkmalen. So möchte das GitHub-Management die Zahl der User von aktuell gut 40 Millionen in fünf Jahren auf 100 Millionen mehr als verdoppeln.

User auf der Krim, Kuba, im Iran, in Nordkorea oder Syrien können bei GitHub wie schon bisher nur gebührenfreie Leistungen in Anspruch nehmen, und dürfen diese auch nur für persönliche Zwecke nicht aber kommerzielle Zwecke nutzen. Diese Einschränkungen sind Ausfluss von US-Sanktionen. (ds)