GitHub populärer als SourceForge und Google Code

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Der auf die verteilte Versionskontrolle Git setzender Dienst GitHub stellt nun offenbar das populärste Code-Repository für Open-Source-Entwicklungen dar, erklärten die GitHub-Betreiber. Dies ergebe sich aus einer gemeinsam von dem RedMonk-Analysten Stephen O'Grady und dem Open-Source-Spezialisten Black Duck Software erarbeiteten Untersuchung: Danach hat GitHub die Konkurrenten Google Code, SourceForge und das von Microsoft unterstützte CodePlex hinter sich gelassen.

Laut O'Grady haben RedMonk und Black Duck Software sämtliche Commits von Januar bis Mai 2011 untersucht und dabei herausgefunden, dass GitHub über eine Million Commits (1.153.059) verzeichnen konnte, gefolgt von SourceForge (624.989), Google Code (287.901) und CodePlex (49.839). Der Analyst hat darüber hinaus erarbeitet, mit welchen Programmiersprachen die Einreichungen geschrieben waren. Die Spitzenposition nimmt C++ mit 362.077 Einreichungen ein. Es folgen Java (335.992), Python (296.896), C (264.468), JavaScript (251.557), Ruby (234.980), PHP (125.858) und Perl (89.720).

Popularität von Programmiersprachen bei den einzelnen Code-Repositorys (Bild: RedMonk)

GitHub hat die größte Verbreitung unter Ruby-, Python- und JavaScript-Entwicklern. SourceForge ist am attraktivsten für C++-, Java- und C-Programmierer. Google Code zählt am meisten Java-, C++- und Python-Anwender, und CodePlex hat am meisten C#-Entwickler unter seinen Nutzern – nicht überraschend für einen von Microsoft geförderten Dienst –, gefolgt von JavaScript- und C-Programmierern.

Weitere Informationen zur Untersuchung findet man in O'Gradys Blog-Eintrag und in der zugehörigen Präsentation auf SlideShare. Anzumerken ist, dass GitHub ein Kunde von RedMonk ist.

Die in San Francisco beheimatete Firma hinter GitHub gibt es seit 2007. Sie hat die von Linux-Kernel-Initiator Linus Torvalds entwickelte Quellcode-Verwaltung Git in ihrem Service um ein Web-Frontend und zusätzliche Werkzeuge erweitert. Das Angebot ist recht schnell zu einem viel genutzten Treffpunkt für Open-Source-Entwickler geworden, an dem sie ihren Code zur Verfügung stellen, diskutieren und weiterentwickeln können.

Geld verdient GitHub mit Kunden, die ihre Repositorys intern verwalten wollen. Open-Source-Projekte müssen für den Dienst nicht zahlen und haben unbegrenzten Zugang zu öffentlichen Repositorys. Darüber hinaus richtet die Firma die CodeConf-Veranstaltung aus, die im April stattgefunden und den Fokus auf soziale Aspekte des Programmierens gelegt hat. GitHub hat erst kürzlich die PyCodeConf 2011 angekündigt, die den Schwerpunkt auf die Programmiersprache Python setzt. (ane)