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GitHub und Google vertiefen ihre Partnerschaft mit Google Cloud Build

Google hat eine Integration seines neuen Cloud-Build-Dienstes mit der Plattform GitHub bekannt gegeben: Microsoft-Übernahme hin oder her.

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GitHub und Google vertiefen ihre Partnerschaft mit Google Cloud Build

(Bild: Google)

Im Rahmen der Konferenz Google Cloud Next hat der IT-Konzern Google Cloud Build, eine gemanagte Continuous-Integration- und Continuous-Delivery-Plattform (CI/CD) in der Google Cloud, vorgestellt. Nun haben Google und das erst kürzlich von Microsoft gekaufte GitHub die Integration von GitHub in Google Cloud Build bekannt gegeben.

Jason Warner, Head of Technology von GitHub, fasst die Partnerschaft zusammen: "Wir freuen uns mit Google zusammenzuarbeiten und Google Cloud Build nach GitHub zu bringen. Mit dieser neuen Integration können Nutzer einfach Continuous Integration mit Cloud Build aufsetzen und Builds und Tests als Teil des GitHub-Workflows automatisieren."

Etwaige Firmenpolitik kurz beiseite geschoben, funktioniert die Integration relativ einfach. GitHub findet zunächst ein Dockerfile in einem Repository. Verwenden Entwickler noch kein CI/CD-Werkzeug, empfiehlt GitHub automatisch ein Werkzeug aus dem GitHub Marketplace – vermutlich mit Google Cloud Build an einer prominenten Stelle. Haben sich Nutzer für Cloud Build entschieden, nutzt der Dienst die neue Checks API, um Statusberichte, detaillierte Informationen und kommentierten Code eines abgeschlossenen Builds direkt in GitHub anzuzeigen. Nutzer müssen also nicht zuerst zu Googles Plattform wechseln.

In seinem eigenen Blogbeitrag zum Thema liefert Google noch eine Reihe weiterer Details und fasst Cloud Build mit den Schlagworten Skalierbarkeit, Sicherheit, Flexibilität, und Erkenntnisgewinn zusammen. Unternehmen sollen ihre Projekte selbstverständlich über die Google Cloud skalieren können. Für die Sicherheit soll Googles Infrastruktur sorgen. Entwickler sollen die Kontrolle darüber haben, wer Builds erstellen und ansehen sowie welcher Quellcode verwendet werden kann.

Wer möchte, kann auch eine cloudbuild.yaml-Datei beim Set-up von CI mit Cloud Build hinzufügen, um so Build-Schritte selbst festzulegen und beispielsweise ein Deployment in die Google App Engine anzustoßen. Den Erkenntnisgewinn soll die schon angesprochene Checks API direkt in GitHub liefern – die vollständigen Logs und die gesamte History sind allerdings im Cloud-Build-Interface der Google-Cloud-Konsole verfügbar.

Die verstärkte Zusammenarbeit zwischen Google und GitHub mag in Anbetracht der Microsoft-Übernahme befremdlich wirken. Zunächst ist dabei allerdings klarzustellen, dass Microsoft GitHub noch nicht besitzt – dafür muss die Übernahme erst Ende des Jahres abgeschlossen werden. Nat Friedman, der baldige CEO von GitHub, hat aber zumindest seine Freude bezüglich der Partnerschaft auf Twitter bekundet:

Im offiziellen Google-Beitrag stellt Melody Meckfessel, Vizepräsidentin im Bereich Engineering der Google Cloud Platform, klar: "Zusammenarbeit baut auf Vertrauen auf. Google und GitHub haben eine lange Vergangenheit, in der wir die Softwareentwicklung gemeinsam für viele Entwickler verbessert haben. Wir teilen unseren Glauben an die Prinzipien von Open Source und haben eine gemeinsame Vision für Entwickler und Softwareteams." Nach einem Bericht von Bloomberg wollte Google GitHub ebenfalls kaufen – Microsoft ist ihnen aber zuvorgekommen. Wie sich die Beziehung zwischen Google und GitHub in Zukunft weiterentwickelt, bleibt abzuwarten. Zumindest aktuell scheint die Devise aber "Business as usual" zu lauten.

Mehr zur Google Cloud Next und der GitHub-Übernahme auf heise Developer und iX:

(bbo)