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GitLab 10.8: Neue Features schrittweise ausrollen

Mit der neuen Version der Versionsverwaltung GitLab können Entwickler Neuerungen ihrer Applikation nur an eine bestimmte Nutzergruppe ausrollen. Außerdem ist das Push-Mirroring-Feature jetzt quelloffen verfügbar.

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GitLab 10.8: Neue Features schrittweise ausrollen

Version 10.8 der im Kern quelloffenen Versionsverwaltung GitLab ist erschienen. Für Nutzer der Premium- beziehungsweise Ultimate-Variante dürfte die wichtigste Neuerung die Möglichkeit der schrittweisen Auslieferung neuer Features an bestimmte Nutzergruppen sein. Aber auch für Nutzer der kostenlosen Variante gibt es etwas Neues: Das bereits mit Version 8.7 eingeführte Push Mirroring ist jetzt quelloffen in allen GitLab-Versionen verfügbar.

Mit dem neuen Feature für kleinere Ausrollgruppen geht GitLab den nächsten Schritt in einer Serie von Neuerungen, die die Integration von Kubernetes und Continuous-Delivery-Prozessen in der Versionsverwaltung komfortabler gestalten sollen. Entwickler können nun Änderungen an ihrer Applikation lediglich an eine Untergruppe von Nutzern ausrollen. Die Abstufungen sind für jeweils 10, 25, 50 oder 100 Prozent der Kubernetes-Pods konfigurierbar. Dadurch können Veränderungen an einer Applikation erst von einer kleineren Nutzergruppe getestet werden. Sollte diese Gruppe keine groben Fehler finden, kann GitLab die Software entsprechend an den Rest der Nutzergruppe verteilen. Ansonsten ist ein Zurückrollen möglich, das dann eben nur einen kleinen Teil der Gesamtgruppe betrifft.

Die Neuerung ist bereits in der mit Version 10 eingeführten Sammlung von Funktionen Auto DevOps integriert. Allerdings sollte man es in den Einstellungen noch mit INCREMENTAL_ROLLOUT_ENABLED einschalten. Die offizielle Dokumentation von Auto DevOps bietet eine Anleitung für den Einsatz in der Produktion.

Die Optionen für das inkrementelle Ausrollen im Überblick

(Bild: GitLab)

In Version 10.8 ist Push Mirroring erstmals für alle GitLab-Nutzer verfügbar. Dadurch können Entwickler Git-Repositories von einem Ort auf einen anderen spiegeln. Denkbare Anwendung dafür ist beispielsweise beim Verwenden mehrere GitLab-Instanzen, um die Arbeit eines Teams auf die private GitLab-Instanz eines Kunden zu übertragen. Außerdem sollen so Projekte außerhalb von GitLab einfacher in die Versionsverwaltung integriert werden können. Die Dokumentation rät allerdings davon ab, Commits direkt im gespiegelten Repository zu pushen, da so die Gefahr besteht, dass die verknüpften Repositories nicht mehr gleich sind.

Eine vollständige Liste der Neuerungen findet sich in der offiziellen Ankündigung. Für Entwickler, die aktuell noch Version 10.7 von GitLab einsetzen, gab es gleichzeitig ein Bugfix-Release auf Version 10.7.4. (bbo)