GitLab 10 bringt Auto DevOps und eine neue Navigation

Die Versionsverwaltung bringt Vorlagen für diverse Aufgaben im Lebenszyklus der Software vom Build über die Tests bis zum Monitoring. Außerdem gibt es eine überarbeitete Navigation und für Enterprise-Premium-Kunden Issues-Boards auf Gruppenebene.

 –  1 Kommentare
GitLab 10 stellt DevOps in den Mittelpunkt
Anzeige

Die Macher der quelloffenen GitHub-Alternative haben die zehnte Hauptversion des Werkzeugs zur Versionsverwaltung freigegeben. GitLab 10.0.1 enthält zahlreiche Neuerungen, die die Arbeitsabläufe vereinfachen sollen. Unter anderem gibt es unter dem Titel Auto DevOps eine Sammlung von Funktionen zum Automatisieren des Lebenszyklus. Derzeit befindet sich das Feature noch in der Betaphase und ist nicht für den Produktiveinsatz empfohlen.

Die Funktionen sind auf die sechs Bereiche Build, Test, Code Quality, Review App, Deploy und Monitoring aufgeteilt. Nachdem Projektverwalter den Punkt Auto Devops in den Pipeline-Settings aktiviert haben, wählen sie aus, welche externen Werkzeuge für die einzelnen Prozesse verwendet werden. GitLab listet zahlreiche bekannte Tools wie Jenkins, Jira, Kubernetes und Prometheus. Auto DevOps verwaltet schließlich die Pipeline vom Build bis zum Deployment und Monitoring. Nutzer können in der Projektübersicht den Status der einzelnen Bereiche einsehen.

Anzeige

Eine Erklärung von Auto DevOps anhand eines Beispielprojekts

Bereits die im Juli erschienene Version 9.4 enthielt eine überarbeitete Navigation, die seinerzeit optional nach einem Klick auf das Profilbild und die Aktivierung über Turn on New navigation verfügbar war. Seitdem haben die Macher der Plattform zahlreiche Nutzerwünsche gesammelt und umgesetzt. Als Folge präsentiert sich GitLab 10 mit der überarbeiteten Navigation, die konsistenter und übersichtlicher sein soll als die bisherige.

So finden sich nun in der farbigen Titelzeile alle globalen und persönlichen Angaben der jeweiligen Nutzer: Gruppen, Projekte, Issues, Merge Requests, To-dos und persönliche Informationen. Einzelne Projekte lassen sich direkt über ein Drop-down-Menü öffnen. Die Navigationsleiste enthält die jeweils kontextabhängigen Informationen zum Projekt, der Aktivität oder der angezeigten Gruppe. Das Farbschema lässt sich individuell einstellen.

Ein Klick auf Projects öffnet eine Liste der Projekte in einem Drop-down-Menü. (Bild: GitLab)

Das neue Group Issue Board ist der Enterprise Edition Premium vorbehalten. Es zeigt offene Issues für alle Projekte an, die einer bestimmten Gruppe zugeordnet sind. Offensichtlich gehört das Board zu den am meisten gefragten Features.

Darüber hinaus gibt es diverse kleine Neuerungen und zahlreiche überarbeitete Funktionen. Unter anderem können Administratoren für den SSH-Zugriff minimale Schlüssellängen festlegen und einzelne SSH-Key-Typen ausschließen. Außerdem lassen sich Wiki-Seiten über die GitLab-API ansteuern.

Die vollständige Liste der Neuerungen ist in der Ankündigungen zu finden. Kurz nach der Veröffentlichung von GitLab 10.0 haben die Macher das Bugfix-Release 10.0.1 nachgeschoben. Die Community Edition von GitLab ist kostenlos, die Enterprise Edition Starter kostet jährlich 40 US-Dollar pro Nutzer, und die Enterprise Edition Premium schlägt mit 200 US-Dollar pro Jahr und Anwender zu Buche.

[Update 27.9. 1:00 Uhr]: Die Versionsnummer des Updates wurde von 10.1 auf 10.0.1 korrigiert. (rme)

Anzeige