Versionsverwaltung GitLab 12.1 bietet parallele Merge Trains und private Merge Requests

Die neue GitLab-Version ergänzt die kürzlich eingeführten Merge Trains um eine parallele Ausführung und erlaubt private Merge Requests für vertrauliche Daten.

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(Bild: GitLab)

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Die Versionsverwaltung GitLab ist in Version 12.1 erschienen. Die erste Minor-Version seit dem letzten Major-Release ermöglicht unter anderem das Durchführen paralleler Merge Trains und das Erstellen von privaten Merge Requests, die vertrauliche Informationen enthalten. Darüber hinaus bietet GitLab 12.1 eine bessere Integration von Let's Encrypt beim Erstellen von GitLab Pages.

Das GitLab-Team erweitert das in der vorherigen Version eingeführte Feature "Merge Trains" dahingehend, dass Merge Trains nun parallel ablaufen können. Die Funktion sollte ursprünglich dazu dienen, Änderungen bei einer hohen Entwicklungsgeschwindigkeit sequenziell und in der richtigen Reihenfolge im entsprechenden Branch zu mergen. Durch das nun mögliche parallele Ausführen soll sich die Wartezeit bis zum Durchführen der Neuerungen verkürzen. Es laufen bis zu vier Pipelines parallel, die alle davon ausgehen, dass die vorherige Request geklappt hat. Dadurch ist ein neuer Anlauf nur beim Aufkommen eines Fehlers notwendig.

Bislang ist das Feature Kunden der Premium-, Silber-, Ultimate- und Goldversionen vorbehalten. Die Dokumentation erklärt die Vorgehensweise und Anwendungsfälle von Merge Trains im Detail.

Stichwort Merge Requests: GitLab verfügt nun über die Möglichkeit, private Merge Requests für vertrauliche Informationen anzulegen. Bei einem Klick auf die Funktion können Entwickler einen privaten Fork auswählen, in dem sie eine neue Branch und Merge Request anlegen können. Durch einen späteren Merge des privaten Fork zurück ins öffentliche Projekt können die Änderungen dann rückwirkend offengelegt werden.

Die Vorgehensweise ergibt beispielsweise Sinn, wenn ein Team eine Sicherheitslücke zunächst bedeckt halten möchte, um das Risiko der potenziellen Gefahr gering zu halten. Das Feature ist für GitLab-Nutzer aller Abostufen verfügbar.

Die neue GitLab-Version hat außerdem das Zusammenspiel mit der kostenlosen Zertifizierungsstelle Let's Encrypt verbessert. Nutzer von GitLab-Pages können nun ein automatisches Zertifikatmanagement aktivieren, das Zertifikate von Let's Encrypt bezieht und sie auf die benutzerdefinierte Domain in GitLab provisioniert. Auch dieses Feature ist für alle GitLab-Nutzer zugänglich.

Eine vollständige Liste der Neuerungen bietet der Blogbeitrag zum Release. GitLab ist sowohl als Software as a Service (SaaS) auf GitLab.com als auch für den Einsatz im Rechenzentrum verfügbar. Beide Optionen kennen jeweils eine freie Variante und darüber hinaus drei unterschiedliche kommerzielle Pakete.

[Update, 24.07.19, 07:30]: GitLab gab bekannt, dass sich ein Bug in die neue Version eingeschlichen hat, der falsche Benachrichtigungen bezüglich des verfügbaren Volumens der CI Runner Minutes auch an Nutzer selbst gehosteter GitLab-Instanzen ausliefert. Eine Behebung ist in Arbeit, ein Update auf Version 12.1.1 soll in den nächsten Tagen erfolgen. (bbo)