GitLab gibt Monitoring-Tools als Open Source frei

Ein Großteil der Observability-Funktionen der Plattform sollen Entwicklern künftig als Teil der Open-Core-Produkte frei zur Verfügung stehen.

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(Bild: GitLab)

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Zum Auftakt in das Jahr 2020 macht GitLab Entwicklern ein Geschenk: eine Reihe der Observability-Funktionen, die bisher nur als proprietärer Code angeboten wurden – darunter Custom Metrics, Logging sowie Tracing und Alerting –, stehen jetzt quelloffen im Rahmen der Open-Core-Produktlinien bereit. Damit mache die Plattform einen weiteren wichtigen Schritt dahin, sämtliche für den DevOps-Lifecycle verfügbaren GitLab-Funktionen als Core-Versionen anzubieten, wie dies in der Firmenstrategie festgeschrieben sei.

Entwickler sollen in ihren Projekten vom Start bis hin zum produktiven Betrieb sämtliche Aspekte von DevOps mit Core-Produkten von GitLab innerhalb der Plattform abwickeln können. Aber insbesondere bei den Ops-Funktionen habe das Unternehmen diesbezüglich noch Nachholbedarf gehabt, wie Kenny Johnston, Verantwortlicher für Ops-Produkte bei GitLab, einräumt. Diese Lücke werde nun geschlossen und es werde auf Basis der Integration mit Prometheus vor allem das Monitoring von Applikationen auf Kubernetes ausgebaut. Entwickler erhalten freien Zugriff auf Standardmetriken wie Speicherverbrauch, Fehler und Latenzen, können das Monitoring darüber hinaus aber auch individuell anpassen. Weitergehende Funktionswünsche oder auch Beiträge neuer Funktionen via Pull Request heißt GitLab willkommen.

Wie beim Monitoring sind auch die Logging-Funktionen in die Plattform integriert, sodass Entwickler aus GitLab heraus direkt auf die Logging-Informationen ihrer auf dem Kubernetes-Cluster laufenden Pods zugreifen können. Allerdings ist das Logging in GitLab bisher noch auf einen Livestream des Logs beschränkt. Die Plattformverantwortlichen sind daher – wie schon beim Monitoring – an weitergehendem Feedback von Anwendern interessiert.

Auch im Hinblick auf Tracing und Alerting ist der Funktionsumfang der GitLab-Produkte begrenzt. Zwar erlauben sie das Nachverfolgen deployter Applikationen sowie das Benachrichtigen bei Performanceengpässen oder vergleichbaren Problemen, bleiben aber hinter den Fähigkeiten spezialisierter Tracing-Tools zurück. Ein eingebettetes UI für Jaeger beispielsweise sei laut Johnston allenfalls ein erster Schritt. Er wünsche sich daher mehr Beiträge aus der Jaeger-Community, um die Integration in GitLab zu vertiefen.

Weitere Informationen zur Freigabe der Observability-Funktionen als Open Source finden sich im GitLab-Blog. Der Fortschritt der Migrationsbemühungen bei der Überführung der Funktionen in die Core-Produktlinie lässt sich anhand eines Epic nachverfolgen. (map)