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Gitlab 11.11: Windows-Container ahoi!

Die Schnapszahlenversion der Versionsverwaltung bringt einen Executor für Windows-Container in den GitLab Runner und weitere Kollaborationsfunktionen.

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Das GitLab-Team hat Version 11.11 des gleichnamigen Versionsverwaltungsystems veröffentlicht. Die größte Neuerung dürfte ein neuer Executor für den GitLab Runner sein, der es Anwendern ermöglicht, Docker-Container direkt in Windows zu verwenden, ähnlich wie bei einem Linux-Host. Darüber hinaus können Teams jetzt einer Merge Request mehrere Verantwortliche zuordnen, was die Zusammenarbeit verbessern soll – beispielsweise beim Pair oder Extreme Programming.

Dank eines neuen Executors des GitLab Runner können Entwickler nun Windows-Container in einem vergleichbaren Umfang zu Linux-Containern nutzen. Damit schließt sich GitLab einer Reihe an Unternehmen und Produkten an, die in jüngster Zeit ihren Support auf Container in Windows-Umgebungen ausgeweitet haben, nicht zuletzt die aktuelle Version der Container-Orchestrierung Kubernetes.

Laut GitLab soll das neue Feature erweitere Pipeline-Orchestrierungen und -Managementfunktionen für Nutzer von Windows-Plattformen bieten. Die neue Version verfügt außerdem über einen verbesserten Support für PowerShell in GitLab CI/CD und neue Helper Images für verschiedene Windows-Container-Versionen. Anzumerken ist allerdings, dass Anwender ihre eigenen Windows Runner mit Gitlab.com nutzen können, sie aber noch nicht als Teil der öffentlichen Feet verfügbar sind. Die Neuerung ist für alle GitLab-Nutzer vorgesehen.

Mit der Weiterentwicklung des Kubernetes-Sicherheits- und Bereitstellungsmodells ist es nun möglich, eine große Anzahl an Tenants über einen einzigen gemeinsamen Cluster zu bedienen. Mit GitLab 11.11 können selbstverwaltete Benutzer nun einen Cluster auf Instanzebene bereitstellen, sodass alle Gruppen und Projekte in der Instanz diesen für ihre Bereitstellungen nutzen können. Die GitLab-Integration von Kubernetes erstellt automatisch projektspezifische Ressourcen für zusätzliche Sicherheit.

Die neue Version der Entwicklungsplattform will außerdem die Kollaborationsmöglichkeiten für Teams verbessern. Da es nicht ungewöhnlich ist, dass mehrere Mitglieder eines Projekts an einem Feature in einem gemeinsamen Branch oder einer Merge Request arbeiten, hat GitLab seine Funktion dahingehend erweitern, dass Teams nun mehrere Entwickler einer Merge Request zuordnen können. Ausgeschlossen von den Neuerungen sind lediglich die GitLab-Nutzer der Free- beziehungsweise Core-Version.

Stichwort Teamwork: GitLab hat außerdem Benachrichtigungen für die Chatplattformen Slack und Mattermost ergänzt. Damit können Teams sich über die Aktivitäten automatisch informieren lassen. Das Feature ist für alle GitLab-Anwender verfügbar.

Eine vollständige Liste der Neuerungen bietet der Blogbeitrag zum Release. GitLab ist sowohl als Software as a Service (SaaS) auf GitLab.com als auch für den Einsatz im Rechenzentrum verfügbar. Beide Optionen kennen jeweils eine freie Variante und darüber hinaus drei unterschiedliche kommerzielle Pakete. (bbo)