Glimmer.js: Der aktuelle Stand

Nach der Ankündigung von Glimmer.js, einer Bibliothek für moderne UI-Komponenten, die für das mobile Web optimiert sind, gibt es nun einen ersten Statusbericht.

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Glimmer.js: Der aktuelle Stand

Tom Dale, Senior Staff Software Engineer bei LinkedIn und einer der Mitgründer von Ember.js, erläutert in einem Blogpost den aktuellen Status von Glimmer.js. Seit der Ankündigung im März gibt es einige Änderungen in der Bibliothek. Dale betont, dass sie Glimmer.js zuerst als unabhängiges Projekt von Ember.js veröffentlicht haben, um zum einen Menschen, die noch nicht zu 100 Prozent von Ember.js überzeugt waren, dafür zu gewinnen, und zum anderen eine Plattform zu schaffen, die zum Experimentieren einlade. Aus diesen Experimenten ziehe man nun Bilanz.

Glimmer.js wird Komponenten im <Capital />-Stil adaptieren und revidiert damit die Syntaxvariante des bisherigen Stils {{bisheriger-stil}}, den Glimmer ursprünglich verwendete, um sich mit dem Bindestrich von Webkomponenten, mit den Klammern entsprechend von HTML, zu unterscheiden. Die Namensrestriktionen für Komponenten erwiesen sich in der Praxis allerdings als müßig, weshalb nun Glimmer.js-Komponenten mit Großbuchstaben und spitzen Klammern deklariert werden können. Damit übernimmt man den von ReactJS gewohnten Syntax, nicht aber JSX (eine XML-ähnliche Syntaxerweiterung für JavaScript) selbst.

In Glimmer.js wird jetzt außerdem ein @-Zeichen verwendet, um zwischen Attributen und Properties zu unterscheiden. Attribute, die ohne @ auskommen, können mit einem ...attributes-Syntax einem Element zugewiesen werden.

Eine weitere Neuerung ist der {{in-element}}-Helper, der es – ähnlich wie bei React – ermöglicht, Document-Object-Model-(DOM)-Inhalte in ein fremdes Element zu teleportieren. Damit eröffnen sich mehrere Optionen, allen voran wohl das Rendern von Dialogfenstern.

Um Webapplikationen noch schneller darzustellen, setzt Glimmer.js nun zusätzlich auf eine binäre Darstellung des bereits verwendeten JavaScript-Object-Notation-(JSON)-Parser. Der JSON-Support wird weiterhin verwendet, der binäre Compiler kann allerdings auch zum Einsatz kommen und damit noch leichtgewichtiger kompilieren. Details zum noch relativ experimentellen Compiler gibt es von Chad Hietala.

Weitere Features, die die Geschwindigkeit in der Nutzung von Glimmer.js weiter erhöhen sollen, sind eine verbesserte Integration des serverseitigen Rendering mit FastBoot, einer Rehydration-Funktion die es ermöglicht, die clientseitige JavaScript-Applikation mit dem gerenderten HTML erneut zu verbinden und ein inkrementelles Rendern, das das Laden von Applikationen auf älteren mobilen Geräten ebenfalls flüssig ausführen soll. Wer noch mehr über die Neuerungen in Glimmer.js lernen will, findet zahlreiche Codebeispiele im offiziellen Blog. (bbo)