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Google Cloud Next: Daten, Maschinen und Intelligenz

Auf seiner Cloud-Messe hat der Internetriese etliche Produkte vorgestellt, die den Umgang mit künstlicher Intelligenz und Machine Learning vereinfachen sollen.

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Google Cloud Next: Daten, Maschinen und Intelligenz

Daten sind das Fundament für Künstliche Intelligenz (KI) und Machine Learning. Eine der typischen Hürden ist der Transfer und/oder die Integration von Informationen in der Größenordnung von PBytes. Google will hier mit einer Reihe auf der Cloud-Next-Konferenz vorgestellter Produkte Abhilfe schaffen. Nummer eins ist Cloud Data Fusion. Damit lassen sich Kanäle zwischen den potenziellen Sendern und Empfängern von Daten aufbauen. Das ersetzt die klassischen Methoden à la ETL (Extract-Transform-Load). Das Aufsetzen dieser Kanäle lässt sich recht einfach per grafischer Oberfläche erledigen – Google bezeichnet das als Code-free Deployment (Installation ohne Softwareentwicklung).

In eine ähnliche Richtung stößt BigQuery Transfer. Der Internet-Riese möchte damit den Datentransfer von SaaS-Anwendungen in das eigene Data Warehouse System (BigQuery) erleichtern. Und das ist erst der Anfang. Ein Blogpost listet weitere Details, Pläne und zukünftige Entwicklungen im Detail auf.

Eines davon ist Cloud AutoML Tables. Noch mal zur Erinnerung: Google möchte den Einstieg ins Machine Learning möglichst einfach gestalten. Cloud AutoML ist das zugehörige Produkt. Letztes Jahr kündigte der Internet-Gigant entsprechende Funktionen für das Verarbeiten von Sprache (NLP – Natural Language Processing) und Übersetzungen (Translation) an. AutoML Tables verknüpft ML mit strukturierten Daten, beispielsweise Tabellen. Weitere Neuankömmlingen sind auf das Verarbeiten von Videos (AutoML Video Intelligence) oder Bildern "weit weg von zu Hause" (AutoML Vision Edge) spezialisiert. Auch im Bereich NLP gibt es neue Funktionen wie die individuelle Stimmenanalyse.

Maschinelles Lernen ist jedoch erst der Anfang der Arbeit, die Computer den Menschen abnehmen können. Künstliche Intelligenz (Artificial Intelligence – AI) vollzieht den Schritt von der Vorhersage zur Entscheidung. Auch hier hat Google einiges aufzuweisen. Da ist zunächst die AI Platform. Dies ist ein Gerüst, um Entwicklern, Datenexperten und auch Ingenieuren ein einfaches Zusammenarbeiten zu ermöglichen. Die wichtigen Phasen sind dabei: Vorbereitung, Bauen und produktiver Betrieb. Es ist jederzeit wichtig, dass alle Beteiligten und Betroffenen gleichermaßen mitmischen und entscheiden können. Das zuvor genannte AutoML spielt ebenfalls eine wichtige Rolle.

Auf der Hardwareseite ist die dritte Generation der TPUs (Tensor Processing Unit) für die Allgemeinheit verfügbar.

Urs Hölzle, Senior Vice President of Technical Infrastructure und Google Fellow

Zum Thema "intelligente" Datenerfassung gibt es weitere interessante Entwicklungen bei Google. Gerade in großen oder etablierten Unternehmen sind viele Informationen in unzähligen Dokumenten enthalten – genauer gesagt: verborgen oder versteckt. Die Herausforderung liegt darin, diese zu finden und für ML oder KI verfügbar zu machen. Hier möchte Google mit Document Understanding AI helfen. Im Hintergrund werkelt die ML-Maschinerie des Internet-Giganten beim Auslesen, Klassifizieren, Auswerten und Kategorisieren der Informationen aus den Dokumenten. Google greift dabei auf Partner und Dritthersteller-Produkte wie Iron Mountain, Box oder Docusign zurück.

Eine weitere Komponente zum Thema KI liegt in der Kundenbetreuung. Mit Contact Center AI möchte Google die Anrufzentralen deutlich aufmöbeln. Der Kunde soll das in mindestens zwei Versionen erfahren. Da ist einmal die direkte Interaktion beim Anruf mit einer künstlichen Intelligenz. Die Vorstufe à la Google Assistent oder Siri oder Alexa ist sicherlich schon bekannt. Die zweite Variante ist eher indirekt. Hier erfahren Kundenbetreuer zusätzliche Hilfe und Informationen durch Contact Center AI. Aber auch hier profitiert am Ende der Kunde von einer besseren und individuelleren Unterstützung.

Weitere Informationen zu den genannten Produkten finden sich in der Ankündigung von Google.

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