Google Cloud Next: Ein Rundumschlag für Serverless

Auf der hauseigenen Konferenz Google Cloud Next hat der IT-Konzern eine ganze Reihe von Produkten und Neuerungen im Bereich Serverless Computing vorgestellt.

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Cloud Next: Rundumschlag für Serverless

Im Rahmen der Cloud-Next-Konferenz hat Google eine Reihe von Neuerungen im Bereich Serverless Computing vorgestellt: allen voran die allgemeine Verfügbarkeit des Diensts Cloud Functions sowie das neue Projekt Knative. Ebenfalls neu sind Laufzeitumgebungen für PHP 7.2 und Python 3.7 für die Plattform Google App Engine und ein Serverless-Add-On für die Google Kubernetes Engine.

Zusammen mit Pivotal, IBM, Red Hat und SAP hat Google das quelloffene Projekt Knative entwickelt, das Bausteine zum Entwickeln von "serverlosen" Containeranwendungen bieten soll. Knative erweitert die Containerorchestrierung Kubernetes um eine Reihe von Middleware-Komponenten, und soll Nutzern Implementierungen von häufigen Mustern und Best Practices bieten, die im produktiven Einsatz von Kubernetes-Frameworks und -Applikationen eingesetzt werden. Laut der Dokumentation soll Knative sich auf Arbeitsschritte wie Container-Deployment und Orchestrierung von Workflows in Kubernetes konzentrieren. Aktuell bietet Knative drei Komponenten: Build (Build-Orchestrierung von der Quelle zum Container), Eventing (Management und Auslieferung von Events) und Serving (Anforderungsgetriebene Berechnungen).

Einführung zu Knative von Pivotal – Quelle: Pivotal Software, Inc.

Knative zielt auf eine plattformagnostische Entwicklung ab und soll über verschiedene Clouds sowie On-Premise einsetzbar sein. Wer sich auf die Google Cloud beschränken möchte, kann auch das neue Serverless-Add-on für die Google Kubernetes Engine (GKE) nutzen, das wohl ähnliche Funktionen übernehmen soll.

Mit Cloud Functions hat Google seine Plattform zum Erstellen von "serverlosen" Funktionen nun allgemein verfügbar gemacht und darüber hinaus die Verwendung von Python 3.7 und Node.js 8 ebenfalls ermöglicht. Die eventgetriebene Plattform dient zum Erstellen kleinerer, einzeln nutzbarer Funktionen für die Verbindung und Erweiterung von Clouddiensten. Kosten fallen dabei nur solange wie, wie der Code ausgeführt wird. Google verspricht automatische Skalierbarkeit und hohe Verfügbarkeit. Es handelt sich dabei um Googles Alternative zum Amazon-Dienst AWS Lambda. Google hatte das Projekt erstmals 2016 vorgestellt. Darüber hinaus kann die Google App Engine, die erst kürzlich eine Erweiterung für Node.js 8 erhielt, jetzt auch mit Python 3.7 und PHP 7.2 umgehen.

Konferenz zu Serverless

heise Developer veranstaltet zusammen mit The Register eine englischsprachige Konferenz zum Thema Serverless Computing. Die Veranstaltung findet vom 12. bis zum 14. November in London statt.

Google möchte mit diesen Ankündigungen ein Ökosystem für Serverless-Angebote aufbauen. Die neuen Produkte sollen sich neben Cloud Build, einer Plattform zum Erstellen von Continuous-Delivery-Pipelines, und den bereits länger bekannten Firestore und Stackdriver einreihen. Google will damit Anwendern den Einstieg in die Entwicklung solcher Applikationen vereinfachen – und natürlich den großen Konkurrenten Amazon und Microsoft ein Stück näher rücken. (bbo)