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Google I/O: Android Studio unterstützt NDK

Mit Android Studio 1.3 wird die Entwicklungsumgebung auch das Native Development Kit unterstützen, wodurch sich mit der Entwicklungsumgebung auch Android-Apps auf Basis von C/C++-Code schreiben lassen.

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Google I/O: Android Studio unterstützt NDK

Google I/O 2015

Mit der auf Googles Hausmesse I/O präsentierten Preview der Version 1.3 von Android Studio können Programmierer auch das Native Development Kit im Rahmen der Entwicklungsumgebung nutzen. Mit dem NDK lassen sich Android-Apps auf Basis von C/C++-Code schreiben. Die NDK-Unterstützung, es geht hier unter anderem um Editier-, Debugging- und Refactoring-Features, erfolgt über die CLion-Plattform von JetBrains, einem Hersteller von Entwicklerwerkzeugen, dessen Java-Entwicklungsumgebung IntelliJ IDEA in der quelloffenen Community Edition auch die Basis von Android Studio stellt.

Googles Android-Entwicklungsumgebung war erstmals im Mai 2013 Jahres vorgestellt worden. Die damalige Ankündigung sorgte für einigen Wirbel, da Google bis zu dem Zeitpunkt primär den IntelliJ-Konkurrenten Eclipse als Entwicklungsplattform für Android empfohlen hatte. Seit Dezember sieht Google Android Studio als offizielle IDE für die Android-Entwicklung an.

Mit Android Studio sollen Entwickler ein besseres Programmiererlebnis als beim traditionellen Eclipse haben. Im Vergleich zu Eclipse verspricht man sich von Android Studio einen besseren User Interface Designer, aber auch mehr Möglichkeiten, um das Speicherverhalten zu überwachen, und einen Editor, der sich besser bei der Übersetzung von Strings gebiert. Wichtig ist außerdem die integrierte Gradle-Build-Umgebung, die für etliche Aktivitäten (Compile, Dexing ...) verantwortlich ist.

Für gewöhnlich rät Google von der Nutzung des Native Development Kit ab. Bei einigen Apps mit größeren Anforderungen an die Performance, so etwa Spiele, wird aber gerade deretwegen immer wieder mal das NDK verwendet. Die meisten Android-Apps sind in Java-Code geschrieben, der durch Androids virtuelle Maschine Dalvik in durch andere virtuelle Maschinen ausführbaren Code umgewandelt wird. (ane)