Google Maps Platform für Entwickler gestartet

Die Plattform bündelt die APIs zum Zugriff auf Googles Kartendienst und bringt zugeschnittene Angebote für spezielle Anwendungen wie Spiele und Mitfahrgelegenheiten. Die neue Preisstruktur löst einige Kritik aus.

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Google Maps Platform für Entwickler gestartet
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Dreizehn Jahre nach dem Start der ersten offiziellen Google-Maps-API hat der Internetriese nun eine Plattform für Entwickler veröffentlicht, die Anwendungen mit dem Kartendienst erstellen. "Google Maps Platform" führt die bisherigen Angebote unter einem einheitlichen Dach zusammen. Damit verbunden ist eine einheitliche Preisstruktur.

Google bündelt die 18 APIs zum Zugriff auf den Dienst in die drei Kernprodukte Maps, Routes und Places. Dabei bleiben die vorhandenen Aufrufe wohl erhalten, sodass Entwickler ihren Code nicht ändern müssen.

Darüber hinaus bietet die Plattform Angebote, die auf spezifische Arten von Anwendungen zugeschnitten sind. Bereits im März hatte Google eine Integration in die Spieleplattform Unity angekündigt, mit der sich Augmented Reality Games erstellen lassen, die dem Vorbild von Spielen wie Ingress und Pokémon Go von Niantic folgen.

Die Integration in Unity hatte Google bereits im März angekündigt. (Bild: Google)

Nun erweitert der Internetriese das Angebot für Mitfahrgelegenheiten sowie Dienste zum Nachverfolgen von Gütern (Asset Tracking). Für Letztere lässt sich in Echtzeit anzeigen, wo welche Güter unterwegs sind, und darüber hinaus im Nachhinein die gesamte Route auf der Karte nachverfolgen. Erstere können die Navigationsfunktionen von Google Maps in ihre Anwendungen integrieren.

Auch beim Preis hat Google die bisherigen Angebote Standard und Premium zusammengeführt und auf ein auf der Nutzung basiertes Modell umgestellt. Die ersten 200 US-Dollar Nutzungsgebühr werden dabei nicht berechnet. Laut der FAQ können damit 98 Prozent der derzeitigen API-Nutzer die Google Maps Platform kostenfrei verwenden. Das neue Modell gilt ab dem 11. Juni, und Entwickler benötigen ab dann einen gültigen API-Key und ein Google-Cloud-Platform-Rechnungskonto.

Weitere Details lassen sich dem Google-Maps-Blog entnehmen. Ein Leitfaden soll vorhandenen Nutzern bei der Umstellung helfen. Die neue Preisstruktur wird auf Reddit bereits äußerst kritisch diskutiert, und auch unter dem Blogbeitrag finden sich kritische Töne. (rme)

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