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Apps in Google Play: Frist für Berechtigungsformular zu SMS und Anrufliste läuft aus

Entwickler haben anschließend bis zum 9. März Zeit, ihre Apps anzupassen. Facebook reagiert mit seinem Account Kit für Android.

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Google Play: Frist für Berechtigungsformular zu SMS und Anrufliste läuft aus

Nur noch bis zum heutigen 9. Januar haben Entwickler Zeit, ein Formular auszufüllen, wenn ihre Apps Berechtigungen aus den Gruppen SMS oder Anrufliste benötigen. Ansonsten riskieren sie den Ausschluss der betroffenen Anwendungen aus Google Play. Betroffen sind davon potenziell auch Entwickler, die SDKs wie Facebooks Account Kit verwenden.

Hintergrund ist, dass Google einige Berechtigungen stark einschränkt, die potenziell ein hohes Risiko bezüglich Sicherheit und die Privatsphäre haben oder sogar von App-Entwicklern bewusst in betrügerischer Absicht genutzt werden können.

Zugriffe auf die Berechtigungen "Anrufliste" oder "SMS" ist nur dann erlaubt, wenn sie erforderlich sind, um die Hauptfunktionen der App zu aktivieren. Das bedeutet laut der offiziellen Angabe in der Play-Console-Hilfe: "Hierbei handelt es sich um die Funktion, die in der Beschreibung der App als zentrale und wichtigste Funktion hervorgehoben wird. Sie ist von entscheidender Bedeutung für die Funktionalität der App."

Entwickler müssen ebendies Google in einem eigens dafür vorgesehenen Formular mitteilen. Ihre Apps müssen sie dafür noch nicht direkt an die Google-Play-Richtlinien anpassen, sondern haben dafür noch bis zum 9. März Zeit. Wer die Berechtigungen einfordert, aber nicht benötigt, kann ebenfalls das Formular ausfüllen, um die App innerhalb derselben Frist so zu ändern, dass sie ohne die Berechtigungen funktioniert.

Betroffen sind potenziell unter anderem Anwendungen von Entwicklern, die Facebooks Account Kit für Android verwenden. Da das SDK den Empfang von SMS für das Übermitteln von Verfizierungscodes verwenden kann, benötigt es dazu die RECEIVE_SMS-Berechtigung. Facebook weist in einem Blog-Beitrag darauf hin, dass Entwickler im Zweifel das oben genannte Formular ausfüllen sollen, um die Zeit bis März zu gewinnen, ihre App anzupassen. Künftige Versionen des Account-Kit-SDK sollen ohne die kritische Berechtigung erscheinen. (rme)