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Google Play Services 5.0 im Dienste der Konvergenz

Googles Play Services dienen der Konsolidierung der kaum noch überschaubaren Programmierschnittstellen des Internet-Konzerns. Erstmals spielen auch die neuen Wearables eine Rolle.

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Wearables waren auf Googles Hausmesse I/O vor rund einer Woche ein wichtiges Thema: Die effiziente Nutzung von Smartwatch und Co. setzt Backend-Dienste voraus, die das Realisieren von Konvergenz erleichtern. Die nun veröffentlichte fünfte Version der Play Services bringt diverse daraus ausgerichtete Dienste mit.

Dank der "Saved Snapshot API" dürfen Spiele ihre sogenannten Savegames in der Cloud speichern. Auf diese Weise können Spieler später dort weiterspielen, wo sie auf einem anderen Gerät aufgehört haben – der bei einigen Titeln störende Datenverlust dürfte nicht mehr auftreten. Im Zusammenspiel mit den erst ab Android 4.3 verfügbaren und für das Ansprechen von Smartwatches zuständigen Wearable Services fällt außerdem das Realisieren von Multi-Screen-Applikationen wesentlich leichter.

Aufgrund der geänderten Gefahrenlage durch Hacker wurde die Sicherheits-API aus dem Betriebssystem ausgelagert. Algorithmen und andere Punkte finden sich fortan in separaten Bibliotheken, die über eine als Dynamic Security Provider bezeichnete API mit dem Kern kommunizieren. Im Fall eines Sicherheitsproblems ist kein komplettes Betriebssystem-Update notwendig – es genügt, einfach eine neue Bibliothek auf den Markt zu bringen.

In den Bereichen E-Commerce und Wahrnehmbarkeit bringt Google ebenfalls Neuerungen. Neben einem an der in Windows Phone enthaltenen Wallet-App angelehnten Austauschdienst für Kundenkarten und Angebote gibt es einen neuen Analysedienst und einige Erweiterungen der Drive API. Clients können nun unter anderem Ordner anlegen, ohne ihren Kunden in die offizielle App leiten zu müssen. Durch die App Indexing API können Entwickler nun zudem "Deep Links" anbieten, die Anwender direkt aus der Suche heraus in diverse Funktionen ihres Programms nutzen können.

Laut Google sind die Play Services 5.0 ab Android 2.3 lauffähig. Die automatische Auslieferung ist bereits im Gange.. (Tam Hanna) / (ane)