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Google Web Toolkit: Entwicklung für Tablets und Smartphones wird wichtiger

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Das hinter dem Webframework Vaadin stehende gleichnamige Unternehmen hat zum zweiten Mal einen Bericht zur Zukunft von Googles Web-Toolkit vorgelegt. Der "Future of GWT Report 2013" bietet wichtige Anhaltspunkte, wie die Weiterentwicklung von GWT geschehen soll und welche Features sich die Anwender-Community wünscht. Dieses Jahr haben rund 1400 Entwickler an der der Studie zugrunde liegenden Umfrage teilgenommen, das sind ein wenig mehr als im vergangenem Jahr. Das Ergebnis darf als weitgehend repräsentativ für die Schar der GWT-Anwender angesehen werden.

GWT ist ein in Java geschriebenes Webframework mit einem Java-nach-JavaScript-Compiler. Durch die Fokussierung auf die JavaScript-Alternative Dart hat Google das Interesse an GWT etwas heruntergefahren. Deswegen war 2012 beschlossen worden, die Fortentwicklung des Frameworks offener zu gestalten. Das geschieht mittlerweile über ein Komitee, in dem neben Google-Repräsentanten auch Entwickler von Red Hat, Sencha und Vaadin sitzen. Für 2014 sind die Releases von GWT 2.6 und 3.0 geplant.

Besonders populär scheint das Toolkit in Europa zu sein, wo laut der Studie 58 Prozent der Anwender herkommen. Aus den Vereinigten Staaten stammen knapp 25 Prozent. 79 Prozent der Befragten nutzen GWT im Unternehmensumfeld, wobei sich die Business-Anwendungen in 46 Prozent intern und 33 Prozent extern genutzte unterteilen.

Nahezu alle mit GWT entwickelten Anwendungen sind auf Desktops lauffähig, doch GWT wird auch im Vergleich zum Vorjahr zunehmend im mobilen Umfeld wichtiger, denn 45 Prozent (2012: 36,1 %) der Anwendungen müssen auch auf Tablets und 30 Prozent (2013: 25,7 %) auf Mobiltelefonen funktionieren. Die seit etwas mehr als einem Jahr verfügbare aktuelle Version 2.5 von GWT wird mittlerweile von knapp 80 Prozent der Anwender genutzt, ältere Releases vor GWT 2.4 spielen kaum mehr eine Rolle.

Ungefähr 60 Prozent der Befragten fühlen sich mit GWT sehr produktiv. Zufrieden scheinen knapp ein Drittel der Befragten zu sein. Das führt dazu, dass 85 Prozent offenbar für ihre nächsten Projekte wieder GWT nutzen würden. Als ausbaufähig werden vor allem die Kompilierzeit, die Refresh-Zeit im Dev-Modus und das Styling von Applikationen genannt, die 45, 29 und 19 Prozent der Teilnehmer kritisierten. Sehr zufrieden sind die Anwender mit der Browserkompatibilität, die von 60 Prozent als Stärke hervorgehoben wurde. Andere Punkte, die zwischen 15 bis 32 Prozent landeten, sind Anwendungsgeschwindigkeit, Modularität, die Tools der GWT-Community und Zuverlässigkeit. (ane)