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Google komprimiert Displaywerbungen mit Brotli

Der vor zwei Jahren entwickelte Algorithmus mit dem Namen eines Schweizer Gebäcks soll das Datenvolumen um 15 bis 20 Prozent reduzieren. Chrome, Firefox, Opera und Edge können Brotli bereits verwenden.

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Ab sofort verwendet Google für seine Displayanzeigen den Kompressionsalgorithmus Brotli, den der Internetriese im Herbst 2015 erstmals vorgestellt hatte. Der nach einem Schweizer Gebäck benannte Algorithmus ist quelloffen auf GitHub verfügbar und soll Webinhalte um 20 bis 26 Prozent stärker komprimieren als der Vorgänger Zopfli, für dessen Namensgebung ebenfalls die Schweizer Bäckerzunft Pate stand. Der Blogbeitrag spricht von einer durchschnittlichen Datenreduktion von 15 Prozent gegenüber der gzip-Komprimierung mit optimalen Ergebnissen um die 40 Prozent.

Google hat beide Kompressionsalgorithmen vor allem vor dem Hintergrund entwickelt, Webinhalte effizient darzustellen, sodass im Fall der Displayanzeigen die für das Unternehmen äußerst lukrative Werbung den Ladevorgang nicht zu sehr beeinträchtigt. Zopfli ist zu Deflate kompatibel, das unter Anderem im Archivformat ZIP und gzip-Dateien, PDF-Dokumenten sowie Bildern im PNG- und TIFF-Format zum Einsatz kommt.

Mit Brotli setzt Google dagegen auf ein anderes Datenformat und benötigt somit ein kompatibles Frontend. Da Brotli bereits seit geraumer Zeit in den Browsern Firefox, Chrome, Opera und Microsofts Edge enthalten ist, stellt die Kompatibilität derzeit vor allem noch unter Safari und dem veralteten Internet Explorer ein Problem dar. (rme)