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Google: Cloud-Partnerschaften mit sieben Datenbankdiensten

Confluent, DataStax, Elastic, InfluxDB, MongoDB, Neo4j und Redis, zu deren Plattformen Google nun eine Integration anbietet, stammen aus dem Open-Source-Umfeld.

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Google kündigt Partnerschaften zu Datenmanagement-Services an

Im Rahmen der Google Cloud Next, die vom 9. bis 11. April in San Francisco stattfindet, hat Google strategische Partnerschaften mit Firmen angekündigt, die Managed Services für Datenbanken und -analyse anbieten. Die den jeweiligen Plattformen zugrunde liegenden Produkte stammen allesamt aus dem Open-Source-Bereich.

Konkret bedeutet die Anbindung, dass Kunden die jeweiligen Dienste über die Google Cloud Platform (GCP) heraus verwalten können. Die Plattformen werden damit in die Google Cloud Console eingebunden und lassen sich darüber provisionieren, ausführen und skalieren. Auch die Abrechnung erfolgt über Google. Für einige Dienste ist zudem der Support über die GCP geplant, sodass Kunden Probleme über ein einheitliches Ticketsystem melden können. Darüber hinaus sind weitere Integrationen unter anderem in Google Cloud Identity & Access Management (IAM) geplant.

Den Betrieb der Plattformen übernehmen jedoch weiterhin die jeweiligen Partner, die Datendienste wandern also nicht in die GCP. Das hebt Google als weiteren Vorteil der Partnerschaften hervor, da es das Risiko eines Vendor-Lock-in verringern soll. Wer also die GCP verlassen möchte, kann die Managed Services der Partner weiter nutzen und an andere Cloud-Provider oder das eigene Rechenzentrum anbinden.

Als Partner nennt Google im Rahmen der Ankündigung Confluent, deren Apache-Kafka-Dienst unter dem Namen Confluent Cloud angebunden ist. Daneben steht DataStax mit der auf Apache Cassandra basierten Plattform ebenso auf der Liste wie Elastic mit dem SaaS-Angebot für den Elastic Stack. Weiterhin sind InfluxData mit der auf InfluxDB aufgebauten Time-Series-Datenbankplattform und MongoDB mit dem Cloud-Angebot MongoDB Atlas an Bord. Den Bereich Graph-Datenbanken deckt Neo4j ab. Schließlich bietet Google eine Anbindung an die NoSQL-Datenbank von Redis Labs.

Dass sowohl MongoDB als auch Redis Labs hinsichtlich der teilweise mehrfach geänderten Lizenzpolitik in jüngster Zeit unter Kritik standen, dürfte dabei keine Rolle spielen, schon weil die Anbindung an die jeweilige Cloud-Plattform erfolgt.

Weitere Details lassen sich dem Open-Source-Blog bei Google entnehmen, der sich jedoch noch darüber ausschweigt, wann die jeweiligen Dienste verfügbar sein werden. Auch bei den Ankündigungen der Partnerfirmen spricht bei MongoDB vom Sommer, und Confluent verspricht die volle Integration im Verlauf der kommenden Quartale. (rme)