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Service Mesh: Google kündigt die Integration von Istio in Kubernetes an

Anwendern soll die Service-Mesh-Plattform Istio direkt in Google Kubernetes Engine zur Verfügung stehen. Die Betaphase startet im Dezember.

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Istio: Der Service-Mesh setzt die Segel für den Produktionseinsatz

(Bild: Google)

Das von Google, Lyft und IBM unterstützte Open-Source-Projekt Istio ist als Service-Mesh-Plattform angelegt, die das Anwendungsmanagement und die Entwicklung entkoppeln soll, um Entwicklern detaillierten Einblick in Microservices zu verschaffen, ohne dass Änderungen am Code erforderlich werden. Google hat nun angekündigt, Cloud-Anwendern direkten Zugriff auf das Service Mesh zu ermöglichen und Istio in die Google Kubernetes Engine (GKE) zu integrieren.

Nachdem der Konzern mit einer Reihe von Testkunden bereits erste Erfahrung in Produktivumgebungen habe sammeln können, soll die Istio-Integration im Rahmen einer Betaphase ab Dezember allen Google-Cloud-Anwendern offenstehen, wie Googles zuständiger Vice President of Infrastructure, Eric Brewer, in einem Blog-Beitrag erläutert.

Istio on GKE legt sich als Service Mesh über die GKE Cluster und sammelt die Telemetriedaten der darin laufenden Container. Die Daten reicht Istio an Monitoring-Anwendungen wie Stackdriver oder Prometheus weiter, sodass Entwickler sich einen detaillierten Überblick der wichtigsten Kenndaten wie Traffic, Fehlerraten und Latenzen verschaffen können. Darüber hinaus lassen sich Rückschlüsse auf Abhängigkeiten zwischen verschiedenen Diensten aus den Daten ziehen und Performancemessungen durch Tracing umsetzen. Istio on GKE leistet außerdem einen Beitrag zu erhöhter Sicherheit, da sich der gesamte damit verbundene Datenverkehr per mTLS verschlüsseln lässt.

Istio liegt seit Jahresmitte in Version 1.0 vor und genießt die volle Unterstützung von Google. Die Cloud-Wettbewerber Microsoft Azure und Amazon Web Services (AWS) zeigen sich hingegen noch zurückhaltend im Hinblick auf offiziellen Support ihrer Plattformen für Istio. Brewer stellt unterdessen in Aussicht, das Google die Integration des Service Mesh mittelfristig auf die gesamte Cloud-Services-Plattform des Konzerns ausweiten wollen. Dazu zählt beispielsweise auch ein Istio-Deployment als Managed Service für Kunden, die das Service Mesh nicht selbst verwalten wollen, aber auch die Integration in GKE On-Prem, eine binärkompatible Version der GKE, die Anwender im lokalen Rechenzentrum selbst betreiben können.

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