Google spendiert der CNCF 9 Millionen US-Dollar in Cloud-Credits

Der Konzern hat die täglichen Aufgaben an Kubernetes in die Hände der CNCF gelegt. Als Starthilfe gibt es 9 Millionen US-Dollar Credit für die Google Cloud.

 –  0 Kommentare
Google spendiert der CNCF 9 Millionen US-Dollar in Cloud-Credits

Im Rahmen des Open Source Summit in Vancouver hat die Cloud Native Computing Foundation (CNCF) bekanntgegeben, dass Google die Cloud-Ressourcen der Containerorchestrierung Kubernetes an die Foundation überträgt. Damit soll das Projekt in Zukunft komplett in den Händen der CNCF liegen. Um das Unterfangen zu unterstützen, hat Google der CNCF Credits für die Google Cloud Platform (GCP) in Höhe von 9 Millionen US-Dollar spendiert. Die Zahlung verteilt sich über die nächsten drei Jahre und soll die Kubernetes' Infrastrukturkosten decken.

Damit übernehmen die CNCF und Community-Mitglieder die tägliche Arbeit am Projekt und Google zieht sich weiter zurück. Herausforderungen sind laut der Ankündigung der CNCF betriebliche Aufgaben für die Entwicklung wie Testing und Builds, aber auch Wartungsarbeiten für die Distribution von Kubernetes. Der Hauptteil von Googles Geldspritze soll dabei in das Testen der Skalierbarkeit investiert werden, um Kubernetes für die Zukunft vorzubereiten. Die Tests haben durchschnittlich 150.000 Container, verteilt über 5000 virtuelle Maschinen, im Einsatz.

Google spricht in einem Blogbeitrag zunächst vor allem über das rasante Wachstum des Projekts. 2014 von Google gestartet und 2015 an die CNCF übergeben, verzeichnete die von Google angebotene Kubernetes Container Registry im vergangenen Monat rund 4 Millionen Downloads von Kubernetes-Kernkomponenten – und zwar pro Tag. Darüber hinaus spricht Google davon, dass rund 54 Prozent der Fortune-100-Firmen Kubernetes im Einsatz haben. Das Projekt hat fast eine Million Kommentare auf GitHub.

Sarah Novotny, Chef im Bereich Open Source Strategy von Google, sagt dazu Folgendes: "Damit ein Open-Source-Projekt gedeihen kann, glauben wir, dass es komplett in den Händen der Entwickler liegen muss. Mit der Übergabe der Betriebsverantwortung an die CNCF sind wir gespannt darauf, wie sich das Projekt in Zukunft entwickelt."

In Anbetracht der Größe des Projekts und der gezahlten Credits von Google ist ein Wechsel zu einem anderen Anbieter vorerst wohl nicht zu erwarten. Allerdings sind alle großen Cloud-Anbieter Mitglied der CNCF, die auf dem Open Source Summit gleich 38 neue Mitglieder verkündet hat. (bbo)