Google will modale JavaScript-Dialoge aus Chrome verbannen

Grund für die Maßnahme ist, dass die Dialoge nicht nur nervig sein können, sondern häufig für Scamming missbraucht werden. Entwickler sollen stattdessen die Notification API und HTML-Dialoge verwenden.

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Google will modale JavaScript-Dialoge aus Chromium verbannen
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Chromium soll künftig anders mit JavaScript-Dialogen umgehen. Das Team plant, dass sie zumindest nicht mehr modal sind, also die JavaScript-Anwendung bis zur Reaktion des Nutzers anhalten. Scammer nutzen die Methode gerne, um Anwender auf vermeintliche Infektionen hinzuweisen. Malvertising-Dialoge erklären den Nutzer zum vermeintlichen Gewinner.

Daher sollen über alert(), confirm() oder prompt() erstellte Dialoge künftig nicht mehr App-modal sein, sondern wie in Safari 9.1 beim Wechseln des Tabs automatisch geschlossen werden. Ein Beitrag auf Googles Developer Site rät Entwicklern außerdem, JavaScript-Dialoge durch andere Mechanismen zu ersetzen: Für Benachrichtigungen sollten sie die Notifications API verwenden und für Nutzereingaben das HTML-Element <dialog>.

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Die oft nervige Verwendung von onbeforeunload-Strings, die gerne für Dialoge wie "Wollen Sie diese Seite wirklich verlassen?" zum Einsatz kommen, funktioniert in den aktuellen Versionen von Chrome, Firefox und Safari ohnehin nicht mehr. Mittelfristig möchte das Chromium-Team einen Gate-Mechanismus einführen, der JavaScript-Dialoge komplett auf Sites unterbindet, die insgesamt eine geringe Nutzerinteraktion bieten. (rme)

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