Googles ML Kit: Machine Learning für alle!

Mit ML Kit, einem neuen Software Development Kit für Firebase, will Google Machine-Learning-Konzepte für mehr Nutzer zugänglich machen. Dazu bietet ML Kit Entwicklern fünf fertige APIs, die häufige Anwendungsfälle abdecken sollen.

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Googles ML Kit: Machine Learning für Alle!

Bei der Entwicklerkonferenz Google I/O hat die Firma die Betaphase des neuen Software Development Kit (SDK) ML Kit angekündigt. Damit sollen Mobile-Entwickler Machine-Learning-Konzepte innerhalb von Google Firebase einfach anwenden können – ohne große Lernkurve. ML Kit bietet dabei fünf APIs, die häufig vorkommende Anwendungsfälle abdecken sollen: Texterkennung, Gesichtserkennung, Barcode-Scannen, Bildbeschriftung, und das Erkennen von Sehenswürdigkeiten.

Benutzer sollen dabei wählen können, ob sie die APIs lieber auf dem Gerät oder in der Cloud nutzen. Google erklärt, dass die Version auf dem Gerät Daten schneller verarbeiten soll und auch ohne Internetverbindung funktioniert. Die Cloud-Variante hingegen nutzt die Machine-Learning-Kapazitäten der Google Cloud Platform und liefert genauere Ergebnisse. Google hat bereits angekündigt, in den kommenden Monaten noch zwei weitere APIs zu veröffentlichen. Eine davon soll eine "Smart Reply"-API zum Versenden kontextspezifischer Nachrichten sein. Die zweite ist lediglich eine Erweiterung der API zur Gesichtserkennung.

Googles Einführungsvideo für ML Kit – Quelle: Firebase

Wer sich bereits intensiver mit Machine Learning beschäftigt hat, muss aber nicht auf die simpleren APIs zurückgreifen. ML Kit erlaubt es Nutzern, TensorFlow-Lite-Modelle in ihre Applikationen zu integrieren. Dazu lädt man dieses in die Firebase-Konsole, die dann das Modell entsprechend hostet und Nutzern zur Verfügung stellt. Google stellt außerdem eine neue Technik, die komplette TensorFlow-Modelle in eine komprimierte Lite-Variante umwandelt, in Ausblick.

Einen detaillierten Überblick mit entsprechenden Beispielen bietet Googles offizielle Ankündigung. Wer ML Kit ausprobieren möchte, sollte einen genaueren Blick auf Google Firebase werfen. (bbo)