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Googles Native Client API fast fertig

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Google hat mit der am Donnerstag veröffentlichten Betaversion 10 seines Chrome-Browsers ein überarbeitetes Native Client SDK (Software Development Kit) für die Entwicklung mit Googles Native Client API freigegeben. Laut der Ankündigung soll sich die vor etwas über zwei Jahren gestartete freie Schnittstelle nun nahezu so portierbar und sicher verhalten wie JavaScript. Sie soll Webanwendungen, die nativen Code ausführen, den sicheren Zugriff auf die volle Leistungsfähigkeit des Client-Prozessors ermöglichen – bei Gewährleistung von Browserneutralität, Betriebssystemunabhängigkeit und Sicherheit.

Sogenannte Native Clients laufen im Browser deutlich schneller als JavaScript- oder Flash-Anwendungen. Allerdings sind sie in einer gesicherten Umgebung ("Sandbox") auszuführen, die die Arbeitsumgebung des Anwenders vor Schäden durch die Programme bewahrt. Das SDK hat bislang Entwicklerstatus, was bedeutet, dass sich nicht alle Funktionen wie erwartet verhalten mögen, auch kann es noch zu Änderungen kommen.

Entwickler finden in dem SDK APIs, Dokumentationsmaterial und Beispiele darüber, wie man ein Modul in C oder C++ schreibt und es mit dem JavaScript-Code im Browser kommunizieren lässt. Das vor anderthalb Jahren erstmals "vorgeschaute" Entwicklerpaket unterstützt nun die Pepper genannten Schnittstellen für Berechnungs-, Audio- und 2D-Native-Client-Module. Weitere geplante APIs sollen unter anderem 3-D-Grafiken, lokale Dateiablagen und P2P-Netze abdecken. Die Plug-in-API Pepper ermöglicht den Modulen einen besseren Zugang zum Browser. Das SDK wurde auch bei den Sicherheitsfunktionen überarbeitet, beispielsweise wurden das Verfallsdatum und bisherige Localhost-Einschränkungen entfernt. Ebenfalls haben die Entwickler den Mechanismus zum Laden der Native-Client-Module verbessert. (ane)