Googles gRPC-Projekt landet wohl bei Cloud Native Computing Foundation

gRPC ist ein Framework für die Kommunikation zwischen verteilter Software über Remote Procedure Calls (RPC), das schon bald eine neue Zukunft innerhalb der Cloud Native Computing Foundation haben könnte.

 –  0 Kommentare
Googles gRPC-Projekt landet wohl bei Cloud Native Computing Foundation
Anzeige

Die Cloud Native Computing Foundation (CNCF), die ihrerseits ein Projekt der Linux Foundation ist, hat angekündigt, dass Googles gRPC-Projekt zur eigenen gemeinnützigen Stiftung wandern soll. Bei gRPC handelt es sich um ein Framework für die Kommunikation zwischen verteilter Software über Remote Procedure Calls (RPC), das nicht nur bei Google, sondern auch zum Beispiel bei CoreOS und Netflix eingesetzt wird.

gRPC bietet Bindings unter anderem für die Programmiersprachen C++, Java, Go, Node.js, Ruby, Python und C# auf Windows, macOS und Linux. Außerdem gibt es Bibliotheken in Java auf Android und in Objective-C auf iOS. Auf der Transportebene verwendet gRPC HTTP/2 und zur Übermittlung der Daten standardmäßig Googles Protocol Buffers.

Anzeige

Die Funktionsweise ist dieselbe wie bei anderen RPC-Systemen: Ein Service implementiert einen gRPC-Server und die Clients einen dazu passenden Stub mit denselben Methoden, Parametern und Rückgabetypdefinitionen. Das Framework setzt auf Microservices und vermeidet verteilte Objekte.Die Client-Anwendung ruft die Funktion im Stub auf, der daraufhin eine Anfrage an den Server schickt, der die eigentliche Methode ausführt. Er gibt die Antwort an den Stub zurück, der sie der Client-Anwendung als Rückgabewert weiterreicht.

Der Besitzerwechsel bedeutet, dass das Projekt eine neue Open-Source-Lizenz erhalten wird. Künftig wird das Projekt statt wie bisher der BSD v3 unter der Apache Software License v2 stehen. Zum Start zieht das Projekt aber erst mal in den sogenannten Incubator der Cloud Native Computing Foundation ein, bis es irgendwann vollständig akzeptiert sein wird.

Google gehört zu den Gründungsmitgliedern der Organisation, die gestartet wurde, um das von Google initiierte Container-Orchestrierungswerkzeug Kubernetes unter einem neutralen Dach weiterzuentwickeln. Mittlerweile ist sie die Heimat für weitere Projekte zur Stabilisierung der Entwicklung mit Containern, wie das Monitoring-Werkzeug Prometheus, aber seit Kurzem auch der verteilt arbeitenden NoSQL-Datenbank RethinkDB. (ane)

Anzeige