GopherJS passt seine Versionsnummer Googles Go an

Der Compiler übersetzt Go-Code nach JavaScript, damit Entwickler ihre Programme auch innerhalb des Browsers ausführen können.

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GopherJS passt seine Versionsnummer Googles Go an

Google hat im Jahr 2009 die Programmiersprache Go mit dem erklärten Ziel entworfen, ein besseres C zu schaffen. Die letzten C-Überbleibsel im eigenen Code beseitigten die Projektbetreiber 2015. Go verwendet sogenannte Goroutinen als leichtgewichtige Prozesse, die über Channels miteinander verbunden werden. Zum Einsatz kommt die Sprache vor allem in Cloud- und Serverprojekten – auch, aber nicht nur bei Google.

Der Webbrowser als Frontend ist somit keine passende Zielplattform. Wer sich bei Googles Portfolio bedienen will, findet dort die JavaScript-Alternative Dart. Der Compiler GopherJS, der das Maskottchen der Programmiersprache im Namen trägt, will deren Einsatz im Browser ermöglichen, indem er Go-Code nach JavaScript übersetzt. Kurz nach dem Erscheinen von Go 1.7 ziehen die GopherJS-Entwickler jetzt mit einer aktualisierten Variante nach. Diese trägt mit 1.7-1 erstmals eine Versionsnummer, die sich an der passenden Go-Variante orientiert.

Das aktuelle Release unterstützt nicht nur Go 1.7, sondern setzt es auch voraus. Wer Go 1.6 verwendet, muss den passenden Branch von GopherJS nutzen. Die Einführung der Versionsnummer dient somit auch der besseren Orientierung. Laut dem Blogbeitrag zur Veröffentlichung unterstützt GopherJS fast die komplette Go-Sprachspezifikation inklusive Goroutinen. Zu den Ausnahmen gehören unter anderem die neue reflect.StructOf-Methode. Eine Liste auf GitHub gibt eine Übersicht über die Kompatibilität zu den Go-Standardbibliotheken.

Weitere Informationen stehen im Blogbeitrag. Der Quellcode von GopherJS liegt auf GitHub. Dort finden Entwickler auch eine Projektvorlage. Für erste Experimente haben die Macher eine interaktive Spielwiese eingerichtet. (rme)