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GraphQL Foundation und Joint Development Foundation ziehen an einem Strang

Beide sowieso schon unter dem Dach der Linux Foundation beheimateten Initiativen wollen bei der GraphQL-Abfragesprache künftig zusammen arbeiten.

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GraphQL Foundation und Joint Development Foundation ziehen an einem Strang

Die GraphQL Foundation arbeitet fortan mit der Joint Development Foundation (JDF) zusammen. Letztere hatte sich erst kürzlich unter das Dach der Linux Foundation begeben. Die GraphQL Foundation war kurz zuvor gegründet worden. Auch sie hat ihre Heimat bei der Open-Source-Organisation.

Die GraphQL Foundation soll als herstellerneutrale Heimat für eine Community rund um die Abfragesprache GraphQL fungieren. Ziel sind die Standardisierung und Spezifizierung von GraphQL-Spezifikation sowie die Unterstützung von Open-Source-Software-Implementierungen, die für die Entwicklung einheitlicher APIs zur Verfügung stehen. Erste technische Projekte der GraphQL Foundation sind GraphQL-Spezifikation, die Referenzimplementierung GraphQL.js, die DataLoader-Bibliothek und das GraphiQL-Entwicklerwerkzeug.

Die Joint Development Foundation ist wiederum eine unabhängige gemeinnützige Organisation, die die unternehmerische und rechtliche Infrastruktur bereitstellt, die es Gruppen ermöglicht, Standards und Softwareentwicklungskooperationen aufzubauen und zu betreiben.

GraphQL wird von etlichen Softwareentwicklern als Alternative zum Programmierparadigma REST (Representational State Transfer) betrachtet. Bei GraphQL formulieren Client-Entwickler Queries in einer JSON-ähnlichen Form. Die Abfragesprache versucht dabei, Queries ohne unnötige Server-Roundtrips abzuwickeln.

Seit etwa 2012 befindet sich GraphQL bei Facebook als internes Projekt in der Entwicklung, spätestens 2015 nahm sie Fahrt auf, als das soziale Netz die Technik als Open Source zur Verfügung stellte. Insbesondere Unternehmen, die in ihren Systemen eine Microservice-Architektur bevorzugen, haben dabei GraphQL als Technik für die Entwicklung und Bereitstellung von APIs adaptiert, auch weil sie als plattformübergreifende Technik mehr oder minder programmiersprachenunabhängig fungiert.

Als unterstützte Sprachen werden unter anderem Go, Hack, Java, JavaScript, Python, Ruby und Scala genannt. Der PHP-Dialekt Hack setzt Facebooks Implementierung von GraphQL um. Ebenso konnte die Abfragesprache an Popularität zulegen, weil sie gerne als Schnittstelle für sogenannte Functions as a Service in Serverless-Anwendungen verwendet wird.

Siehe dazu auf heise Developer:

(ane)