Menü
Developer

Größere Reichweite mit Entity Framework 7

Entity Framework 7 wird NoSQL-Datenbanken unterstützen und sich auch bei der Entwicklung mobiler Anwendungen einsetzen lassen.

vorlesen Drucken Kommentare lesen

Auf der TechEdNorth America in Houston, Texas hat der Microsoft-Ingenieur Rowan Miller einen Ausblick auf Microsofts objektrelationalen Mapper Entity Framework 7 gegeben. Dabei hat er erwähnt, dass die kommende Version des O/R-Mappers auch NoSQL-Datenbanken unterstützen werde. Als Beispiel hierzu wurde der Zugriff auf den Azure Table Store demonstriert. Dabei war es Miller wichtig zu betonen, dass Microsoft nicht vorhabe, die Unterschiede zwischen relationalen und nichtrelationalen Datenbanken zu abstrahieren. Vielmehr gehe es darum, Zugriffsmuster, die das Entity Framework unterstütze, auch für die NoSQL-Welt verfügbar zu machen – soweit es Sinn ergebe.

Auch Windows-Phone- und Windows-8-Apps (vormals Metro-Apps) sollen künftig über das Entity Framework auf Datenbanken zugreifen können. Um das Framework für solche Plattformen fit zu machen, wird das Produkt-Team es offenbar "leichtgewichtiger" gestalten. Dazu gehört eine Verringerung des Speicherverbrauchs. Im Zuge dessen werden aber auch einige ältere Möglichkeiten abgestoßen, für die es mittlerweile in Entity Framework Alternativen gibt.

Ein Beispiel dafür ist das ObjectContext-Programmiermodell, für das bereits seit Version 4.1 mit dem DbContext eine Alternative bereitsteht. Microsoft will das DbContext-Programmiermodell auch nur gemeinsam mit der Spielart "Code First" unterstützen, bei der Entwickler – wie der Name vermuten lässt – zuerst Entitäts-Klassen schreiben und sie anschließend auf Tabellen abbilden oder ein Datenbankschema dafür generieren. Freunde der Spielart "Database First", die zuerst ein Datenbank-Schema erstellen, müssen jedoch nicht erschrecken, denn Microsoft wird nach wie vor ein Werkzeug anbieten – das Bereitstellen von Assistenten fürs Reverse-Engineering von Datenbanken ist somit naheliegend.

Die API des Entity Framework soll – abgesehen von den Teilen, die entfernt werden – weitgehend gleich bleiben, sodass Entwickler weiterhin auf ihr Wissen bauen können. Änderungen werde es nur in gut begründeten Fällen geben, versicherte Miller. Auch will das Produkt-Team darauf achten, dass das Framework ein besser vorhersehbares und ein besser nachvollziehbares Standardverhalten an den Tag legt. Als Beispiel nannte Miller, dass das Entity Framework 7 nicht mehr implizit prüfen werde, ob das Objektmodell zur Datenbank passe und diese bei Bedarf auch ohne Zutun der Entwickler generiere. Darüber hinaus soll das Framework künftig Entwicklern stärker die Möglichkeit bieten, einzelne Bestandteile durch eigene Implementierungen auszutauschen.

Da all diese Refaktorierungsmaßnahmen mit Breaking Changes einhergehen, wird auch die aktuelle Version 6 weiterhin unterstützt. Miller betonte, dass es auch künftig Aktualisierungen zu dieser Version geben werde. (Manfred Steyer) / (ane)