HPE gibt Open-Source-Werkzeuge für "The Machine" frei

HPE hat auf der Discover 2016 vier Werkzeuge als Open-Source-Software bereitgestellt, mit denen sich Anwendungen für den neuen Rechner entwickeln lassen sollen.

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"The Machine" heißt die von HPE 2014 vorgestellte neuartige Computer-Architektur, in deren Zentrum sogenannte Memristoren sowie ein komplett neues Betriebssystem stehen. Bislang war "The Machine" nur wenigen Entwicklern vorbehalten. Nun öffnet das Unternehmen die Entwicklung für das System und lädt Open-Source-Entwickler anlässlich seiner derzeitigen Konferenz Discover 2016 dazu ein, sich darauf einzulassen.

Zwar ist noch lange nicht abzusehen, wann die "Maschine" auf den Markt kommt, doch sollen sich schon frühzeitig Anwendungsentwickler für das System anfinden. Deswegen wurden hierfür nun vier Werkzeuge veröffentlicht.

Dabei handelt es sich um die Datenbank-Engine Foedus, die unter Verwendung mehrerer Rechenkerne und nichtflüchtigen Speichers Anwendungen beschleunigen soll. Das Werkzeug "Atlas" basiert auf einem fehlertoleranten Programmiermodell für nichtflüchtigen Speicher. Sparkle wiederum zeigt Entwicklern einen Weg auf, das neue Architekturparadigma des Systems kennenzulernen. Hinzu kommt ein DRAM-basierter (Dynamic Random Access Memory) Performance-Emulator, mit dem sich zusätzlich zu den Verfahren in gängiger Hardware Latenz- und Bandbreitenwerte zukünftiger NVM-Techniken (Non-volatile Memory) in Erfahrung bringen lassen sollen.

Die Tools wurden auf GitHub als Open-Source-Software bereitgestellt. In den kommenden Monate werden wohl weitere Werkzeuge folgen.

Die bei "The Machine" zentralen Memristoren sind passive Bauelemente, deren Widerstand nicht konstant ist. Der aktuelle Widerstandswert hängt davon ab, wie viele Ladungen in welcher Richtung vorher geflossen sind. Dieser Wert bleibt erhalten, auch wenn kein Strom mehr zugeführt wird. Der Effekt lässt sich zum Speichern von Daten nutzen, aber auch zum Rechnen.

(Quelle: HP)

(ane)