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HTML Working Group: HTML 5.1 möglicherweise mit API für DRM

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Die HTML Working Group des World Wide Web Consortium (W3C) hat nach Zustimmung von Tim Berners-Lee eine neue Charta, die unter anderem weitere Arbeiten an der DOM4-Spezifikation und ein Experiment zur dualen Lizenzierung (Creative Commons Attribution 3.0 Unported License und W3C Document License) einiger Spezifikationen vorsieht.

Mit der Verabschiedung der neuen Grundsätze ist nun auch festgeschrieben, dass Funktionen zum Abspielen geschützter Inhalte zum Aufgabengebiet der Arbeitsgruppe gehören. Damit bleibt der Weg für den umstrittenen Vorschlag von Encrypted Media Extensions (EME) frei, von der unter anderem Mitglieder der Electronic Frontier Foundation (EFF) befürchten, dass sie auf lange Sicht einen Übergang der Kontrolle über den Browser von den Nutzern an die Hersteller geschützter Inhalte zur Folge habe. Dem EME-Draft zufolge ist zwar nicht die Definition eines Systems zum Digital Right Managements, sondern lediglich die Bereitstellung von APIs zur Interaktion mit einem solchen angedacht, ginge die Erweiterung allerdings in den nächsten Standard ein, wäre laut EFF die Grundlage zur Integration von Kopierschutzmechanismen in Browser geschaffen.

Sollte es die Erweiterung tatsächlich in den Standard schaffen, sieht die Foundation weiteren Bestrebungen zum Schutz von allen möglichen Inhalten Tür und Tor geöffnet. An deren Ende stünde wohl ein Web, in dem Nutzer weder Bilder abspeichern noch Text ausschneiden und einfügen könnten. Eine Gruppe, die daran arbeitet, dass Quelltext von Web-Apps zwar ausgeführt, aber nicht vom Nutzer gelesen werden kann, existiert bereits und auch andere Gruppen hätten schon Ideen zur Absicherung ihrer Inhalte geäußert. (jul)