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Heimautomatisierung: Erstes Beta-Release für openHAB 2.0

Die Entwicklung der nächsten Generation des quelloffenen Smart-Home-Projekts schreitet langsam, aber sicher voran. Doch auch an openHAB 1.x wird weitergearbeitet, wie an 25 neuen Bindings zu beobachten ist.

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Einerseits sammelt openHAB, das Open-Source-Projekt zur Heimautomatisierung, im neuen Release unter der Versionsnummer 1.8 weiter fleißig Bindings, andererseits schreitet auch die Entwicklung an der künftigen Generation – openHAB 2 – zügig voran. Letztere liegt nun als Beta-Version vor.

openHAB 1.8 zählt 25 neue Add-ons. Für Kai Kreuzer, einem der maßgeblichen Entwickler des Projekts, gelten als besonders wichtige neue Erweiterungen das Binding für RWE Smarthome – deren große Nutzerbasis soll nun mit openHAB ihr System nach Belieben erweitern können – sowie das LCN Binding. LCN ist neben KNX eines der bekanntesten kabelgebundenen Systeme für die "klassische" Hausautomatisierung. Erwähnenswert ist hierbei, dass dieses Binding nicht von Nutzern implementiert wurde, sondern durch den Hersteller selbst. Schließlich wurde das GoogleCalender Binding durch ein generisches CalDAV Binding abgelöst. Das soll es ermöglichen, Aktionen von beliebigen Kalendern auszulösen.

Neben diesen Add-ons gibt es neue Features für etliche der bestehenden Erweiterungen und zahlreiche Bugfixes, die man in den Release Notes nachlesen kann. openHAB 1.8 ist anscheinend das letzte 1.x-Release mit einer eigenen Runtime beziehungsweise Distribution. Ein folgendes 1.9-Release wird lediglich die Add-ons enthalten, die sich dann entweder auf einer 1.8- oder einer 2.0-Runtime nutzen lassen.

Auch openHAB 2.x verfügt über neue Bindings, etwa für SMA Energy Meter, die Lichtsysteme von Lutron oder Samsung TVs. Die meiste Entwicklungsarbeit steckt jedoch im Unterbau, den die Entwickler auf den OSGi-Container Apache Karaf umgestellt haben. Das soll nun ermöglichen, Add-ons per Benutzeroberfläche zu installieren und diese auch gegebenenfalls von Remote-Repositories heranzuziehen. Weiterhin bietet es eine offenbar einfache Integration als Systemdienst in die verschiedenen Betriebssysteme sowie umfangreiche Features fürs Systemmanagement.

Die openHAB-2-Distribution ist als Offline- und als Online-Version erhältlich. Die Offline-Distribution umfasst dabei sämtliche Add-ons, sodass sich diese bei Bedarf lokal installieren lassen. Die Online-Version bezieht die Add-ons hingegen über ein Remote-Repository. Beide Varianten aggregieren Add-ons von Eclipse SmartHome, openHAB 1.8 sowie openHAB 2. Die nächste Generation der openHAB-Distribution ist nur für Entwickler und sogenannte Early Adopter gedacht, wird aber noch nicht für den produktiven Einsatz empfohlen. (ane)