Heroku betritt die große Java-Bühne

Salesforce.com kündigt ein neues Angebot für die Platform as a Service Heroku an, das große Unternehmen mit Java-Entwicklungen ansprechen soll.

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Von
  • Alexander Neumann

Java-Anwendungen lassen sich schon geraume Zeit auf der Platform as a Service (PaaS) Heroku betreiben. Zielgruppe waren bislang allerdings eher kleine Unternehmen oder Privatpersonen. Nun hat der Cloud-Anbieter Salesforce.com, dem seit Ende 2010 Heroku gehört, mit dem neuen Angebot Heroku Enterprise for Java die Java-Unterstützung so erweitert, dass sich auch große Unternehmen dafür interessieren könnten.

Der neue Service besteht aus komplettem Java-Stack, Tomcat-Server, dem Caching-Service Memcache und PostgreSQL als Datenbank. Über ein vorkonfiguriertes System sollen Java-Entwickler ihre Webanwendungen in der Cloud einfach installieren und betreiben können, nachdem sie ihre Applikationen als WAR-Pakete (Java Web Archives) hochgeladen haben. Unterstützt werden offenbar Java 6 und 7, aber auch schon letzte Builds des noch entwickelten Java 8. Als weiteren Bestandteil seines Service bietet Heroku ein Eclipse-Plug-in an, mit dem sich aus der Entwicklungsumgebung heraus die Heroku-Plattform ansprechen lässt. Doch lassen sich über entsprechende Skripte wohl auch andere IDEs nutzen.

Angekündigt wurde dies auf der Salesforce-Hausmesse Dreamforce '12, auf der außerdem die Integration von Heroku mit Atlassians Continuous-Integration-Server Bamboo angekündigt wurde. Die Preise für Heroku Enterprise for Java starten bei monatlich 1000 US-Dollar pro Anwendung. Damit verbunden sind Support, Zugang zu technischen Ressourcen und Gewährleistungen. Außerdem wird auf optionaler Basis eine Rund-um-die-Uhr-Unterstützung angeboten.

Heroku begann 2007 als PaaS für Ruby-Anwendungen. Die Plattform wurde aber im Laufe der Zeit "polyglott", da sie mittlerweile auch Node.js, Clojure, Python, Scala und PHP unterstützt. (ane)