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Hibernate Core 4 vorgestellt

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Das Hibernate-Projekt hat die neue Version 4.0 des gleichnamigen O/R-Frameworks veröffentlicht. Die Entwickler verzichteten auf den ursprünglich für Hibernate Core 4 angesetzten Neuentwurf des Hibernate-Metamodells (org.hibernate.mapping) und konzentrierten sich zunächst auf ein Aufräumen veralteter Klassen und Methoden, ein neues Service-Management und die Unterstützung für Multy-tenancy-Anwendungen (mandantenfähige Applikationen).

Die Mandantenfähigkeit lässt sich mit Hibernate Core derzeit auf drei Arten herstellen. So können mehrere Datenbank-Instanzen separat angelegt werden; jeder Mandant kann also auf eine eigene DB-Instanz zugreifen. Ein weiterer Ansatz sieht vor, dass mehrere DB-Schemata angelegt werden – hier teilen sich die Mandanten eine Instanz und greifen über ein eigenes Schema (oder einen eigenen Katalog) auf die Datenbank zu. Der dritte Ansatz erlaubt es, dass Mandanten über ein gemeinsames Schema auf eine gemeinsame Datenbank zugreifen. Sämtliche Daten liegen dabei in einer einzigen Tabelle, die Mandanten würden durch einen individuellen Wert ihren Daten zugeteilt. In einem FAQ gehen die Entwickler auf weitere Fragen zum Multy-tenancy-Design in Hibernate ein.

Neu in Hibernate Core 4 ist auch das ServiceRegistry-API. Es beschreibt einen neuen Ansatz, wie Hibernate Services aufbaut und verwaltet, die Dienste werden dabei hierarchisch verwaltet – und können beispielsweise auf weitere Services des gleichen Zweiges zugreifen.

An einer ausführlichen Dokumentation werde derzeit noch gearbeitet, derzeit sind nur die englischsprachige Fassung des Quick Start Guide und die Migrationsanleitung sauber auf Hibernate 4 abgestimmt. Zudem gibt es bereits erste Pläne für die Entwicklung hin zu Hibernate 5. Demnach sei zunächst ein Update auf Hibernate 4.1 vorgesehen, mit dem die Entwickler unter anderem ein "natural-id Loading" (gemäß HHH-2879 und HHH-2896) implementieren wollen. (rl)