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Huawei wird Strategic Member der Eclipse Foundation

Das chinesische Unternehmen möchte sich vor allem mit Blick auf IoT und Europa bei der Foundation engagieren.

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Passend zur EclipseCon Europe, die derzeit in Ludwigsburg stattfindet, wird Huawei zum Strategic Member der Eclipse Foundation. Das chinesische Unternehmen ist zwar bereits ein Mitglied, wechselt nun aber auf die höchste Stufe. In der Ankündigung betont es vor allem die Bedeutung von Open-Source-Software und dem Open-Governance-Modell. Außerdem gebe es technische Gemeinsamkeiten, und beide Seiten engagierten sich besonders stark in Europa.

Als Strategic Member erhält Huawei einen Sitz im Vorstand der Stiftung und einen im Requirements Council. Es wird sich an der Analyse von geistigem Eigentum beteiligen und mit seiner Stimme wichtige Entscheidungen unter anderem zu Lizenzen und Project-Reviews mittragen. Derzeit zählt die Eclipse Foundation elf Strategic Members, darunter SAP, die Robert Bosch GmbH, Oracle sowie IBM und seine Tochter Red Hat. Die Mitgliedschaft kostet im Schnitt das Doppelte der Enterprise Membership.

Huawei betont die gemeinsame Ausrichtung auf die Förderung der Entwicklung in Europa. Dort habe das Unternehmen weltweit am meisten investiert, Entwicklungszentren aufgebaut und gemeinsam mit Partnern Forschungsstätten aufgebaut. Auch die Eclipse Foundation sei in Europa besonders stark.

Die Aussage dürfte auch eine Antwort auf die zahlreichen Bedenken gegen Huawei sein. Abgesehen davon, dass das Unternehmen in den USA auf der schwarzen Liste steht, gibt es auch in Europa Bedenken, der sich frisch in einem Zeitungsbeitrag von Unionspolitikern mit Bedenken bezüglich des 5G-Netzausbaus unter Einbeziehung des chinesischen Telekommunikationsspezialisten gezeigt hat.

Hinsichtlich der Softwareentwicklung betont Huawei, dass es zwar viele Open-Source-Projekte großer Unternehmen gebe, die Firmen dabei aber häufig die Kontrolle behalten möchten. Mit der Übergabe der Projekte an die Eclipse Foundation ist ein Open-Governance-Modell verbunden, das der Community zugutekäme, weil auch die Steuerung des Projekts offen sei.

Technisch passe die Eclipse Foundation besonders gut zu der von Huawei entwickelten Software, da die Stiftung besonders stark in den Bereichen Cloud Native Java, IoT und Edge, Automotive sowie Tools sei. In allen Bereich engagiere sich auch das chinesische Unternehmen unter anderem mit der Huawei Cloud beziehungsweise dem Huawei Cloud Stack, Harmony OS, der ModelArts-ML-Plattform oder dem Ark Compiler für Android.

Weitere Details zu der Mitgliedschaft von Huawei als Strategic Member der Eclipse Foundation lassen sich dem Huawei-Blog entnehmen. Mehr Informationen zu den unterschiedlichen Mitgliedschaften bei der Eclipse Foundation finden sich in einem PDF-Dokument. (rme)