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IBM unterstützt Pivotal bei Cloud Foundry

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IBM hat bekannt gegeben, in Zukunft mit Pivotal an der Weiterentwicklung des quelloffenen Platform-as-a-Service-Projekts (PaaS) Cloud Foundry arbeiten und sich an der Umsetzung eines offenen Modells zur Leitung der Tätigkeiten innerhalb der Community beteiligen zu wollen. Die PaaS soll es Nutzern ermöglichen, aus verschiedenen Entwickler-Frameworks und Anwendungsdiensten zu wählen und auf diese Weise Cloud-Anwendungen schneller bauen, testen, einsetzen und skalieren zu können.

Erstes Ergebnis der Kooperation ist eine Vorschauversion einer abgespeckten Variante des WebSphere Applications Servers, dem WebSphere Application Server Library Core, die in das Projekt eingehen soll. IBM nennt dies als ersten Schritt auf dem Weg, mehr Programmiersprachen und Frameworks auf der Cloud-Foundry-Plattform nutzbar zu machen. Außerdem ist geplant, Cloud Foundry in IBMs Cloud-Architektur zu integrieren.

Unterdessen hat auch Pivotal über den Fortgang des Projekts informiert: Da es sich bei Cloud Foundry um eine Open-Source-Marke handele, soll auch in Zukunft nicht direkt mit ihr in Produktnamen geworben werden dürfen. Ähnlich wie bei Apaches Hadoop soll höchstens ein Hinweis auf die Nutzung des PaaS-Angebots (zum Beispiel "powered by Cloud Foundry") gestattet sein. Darüber hinaus gibt es mit IBMs Unterstützung nun zwei Mal im Jahr eine unter dem Namen "Platform" laufende Cloud-Foundry-Konferenz, bei der man sich über Stand und Fortgang der Arbeiten austauschen und neue Ziele formulieren können soll. Backlogs des agilen Entwicklungsprozesses sollen demnächst öffentlich zugänglich sein und auch die Zusammensetzung des Advisory Boards wird wohl bald publik gemacht. Bis jetzt ist IBM das erste Unternehmen, dessen Mitgliedschaft im Beratungsausschuss bekannt gemacht wurde.

Cloud Foundry ist unter der Apache-2-Lizenz geschützt. Das Projekt wird unter der Schirmherrschaft von Pivotal entwickelt und auf GitHub verwaltet. (jul)