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In die hybride Cloud abheben? Google Cloud Services Platform erscheint als Beta

Das neue Angebot von Google zum Arbeiten in einer hybriden Cloud ist in einer Beta-Version erschienen. Es setzt dazu unter anderem auf Kubernetes und Istio.

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(Bild: dpa, Tobias Hase)

Der Internetriese Google hat die Verfügbarkeit der Beta-Version seiner Cloud Services Platform (CSP) angekündigt. Mit dem neuen Produkt zielt die Firma auf Kunden ab, die in einer hybriden Cloud-Umgebung ihre Anwendungen modernisieren wollen. Die CSP setzt sich dafür aus vielen bekannten Bestandteilen zusammen, die gemeinsam Google-Cloud-Dienste in eine On-Premises-Infrastruktur integrieren sollen – allen voran die Container-Orchestrierung Kubernetes und das Service-Mesh Istio.

Google hatte das Projekt erstmalig im Rahmen der letztjährigen Google Cloud Next angekündigt. Es soll das Einrichten einheitlicher automatisierter Vorgänge in einer Mischung aus lokaler und Cloud-Umgebung ermöglichen. Dazu setzt es auf der Google Kubernetes Engine (GKE) auf, der gemanagten Kubernetes-Variante der Google-Cloud. Darüber hinaus umfasst es den Dienst GKE On-Prem, der ein Lifecycle-Management der On-Premises Cluster von außerhalb ermöglichen soll. Für Sicherheit und Compliance soll hingegen das CSP Config Management sorgen, mit dem Anwender Multi-Cluster Policies erstellen können.

Neben dem Zusammenspiel mit Googles eigenen Kubernetes-Angeboten soll die Cloud Services Platform auch mit dem Service-Mesh Istio funktionieren, das ursprünglich von Google, IBM und Lyft entwickelt wurde. Es dient grob gesagt als Infrastrukturebene zwischen Microservices und dem Netzwerk. Istio bietet Entwicklern die Möglichkeit, den Traffic zwischen Microservices zu verwalten, Zugriffsrichtlinien zu konfigurieren und durchzusetzen sowie Telemetriedaten zu sammeln – und das, ohne den Code des Nutzers zu verändern.

Zusätzlich zu Istio kommt das Monitoring-Werkzeug Stackdriver zum Einsatz. Gemeinsam sollen die beiden Dienste eine einzelne Management-Konsole bieten, die sowohl On-Premises als auch die Cloud umfasst. Nutzer können außerdem den GCP Marketplace nutzen, um auf weitere Kubernetes-Applikationen zurückzugreifen.

Wer mehr über die Cloud Services Platform erfahren möchte, findet in der offiziellen Ankündigung weitere Informationen. Zurzeit können Nutzer den Service wohl kostenlos testen, für umfangreichere Variante muss zunächst ein Kontakt mit dem Vertriebsteam aufgenommen werden. (bbo)